Titanic – vor 100 Jahren sank der Gigant

Titanic – vor 100 Jahren sank der Gigant

Vor genau 100 Jahren, am 15.04.1912, geschah das Unglück – der als unsinkbar geltende Luxusliner “RMS Titanic” rammte einen Eisberg und ca. 1500 Passagiere starben. Das Ereignis wäre schon schrecklich genug, doch weitere Fakten sind erschreckend: In den Tagen vor dem Unglück gingen mehrere Telegramme anderer Schiffe ein, die vor Eisbergen im Nordatlantik warnten. Die Nachrichten hingen weitgehend unbeachtet am schwarzen Brett. Zwar wurde nach Eisbergen Ausschau gehalten, dies jedoch ohne Ferngläser. Moderne und perfekte Technik hilft nicht, wenn der Mensch leichtsinnig ist.

“Wer nicht auf das Kleine schaut, scheitert am Großen” (Laotse, chinesischer Philosoph, 3./4. Jh. v. Chr.)

In meinem Buch “Der Eiertanz” spielt der Untergang der Titanic ebenfalls eine Rolle. Denn auch im Unternehmen gilt das oben genannte Zitat. Die “kleinen” Dinge des Alltags werden oft unterschätzt, doch wenn diese nicht stimmen, nützen visionäre Höhenflüge in Sachen Zusammenhalt und Begeisterung wenig. Eine Begeisterungskultur ist die Summe vieler vermeintlicher “Kleinigkeiten”. Und die werden einfach viel zu wenig gelebt.

Genau genommen ist die TITANIC auch ein Beispiel für eine katastrophale Unternehmensführung: Selbstüberschätzung, falscher Ehrgeiz und mangelnde Weitsicht! Die Eisberge unserer Zeit sind der demografische Wandel, das Internet und die Globalisierung. Das Tückische an einem Eisberg ist ja, dass das meiste des Eisberges unter Wasser ist und die tatsächliche Dimension nicht erkennbar ist – so ist es sicherlich auch mit den Eisbergen unserer Zeit. Und – was sehen Sie, wenn Sie auf der Brücke Ihres Unternehmens (Ihrer Familie) stehen und durch das Fernglas sehen?  Ach und eines noch: denken Sie daran, Kursänderungen sind nicht mal so eben umgesetzt. Die TITANIC hat es schmerzhaft zu spüren bekommen.

By | 2016-05-09T09:06:13+00:00 15. April 2012|Allgemeines, Mitarbeiterführung|