Zwölf Kleinigkeiten, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter begeistern

Zwölf Kleinigkeiten, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter begeistern

Wer nach KundenBegeisterung strebt, muss zunächst einmal seine Mitarbeiter begeistern. Dazu bedarf es vor allen Dingen der Überraschung: Begeisterung tritt immer dann ein, wenn Ihr Mitarbeiter mehr bekommt, als er erwartet hat. Doch auch die schönste Überraschung wird irgendwann zur Gewohnheit, auch Begeisterungsfaktoren nutzen sich ab. Wer ein dauerhaft motiviertes Team anstrebt, sollte sich daher ständig etwas Neues einfallen lassen. Das müssen gar keine großen Sachen sein: Oftmals genügen schon Kleinigkeiten, um den Alltag Ihrer Mitarbeiter zu verschönern. Diese Kleinigkeiten haben es allerdings in sich: „Wer nicht auf das Kleine schaut, scheitert am Großen“, wusste schon Laotse.

Zwei Wege zur Begeisterungskultur

Mitarbeiter begeistern, das sei ja „wie Marathonlaufen ohne Ankommen“, stellte eine Führungskraft in einem Coaching einmal erschrocken fest. Stimmt! MitarbeiterBegeisterung ist keine kurzfristig abzuarbeitende Aufgabe, sondern ein langfristig angelegtes Projekt, das Ihrer ständigen Aufmerksamkeit bedarf. Geld und Status motivieren nur kurzfristig – wer seine Mitarbeiter dauerhaft und loyal an das eigene Unternehmen binden möchte, setzt auf eine Kultur der Begeisterung.

Diese Kultur kann man nicht verordnen – jedoch definieren und bewusst vorleben. Nur so kann sie langsam wachsen und von den Mitarbeitern mitgetragen werden. Wichtiger als schöne Leitbilder ist dafür das tägliche Tun: Die Kultur eines Unternehmens äußert sich darin, wie man bestimmte Dinge handhabt und wie eben nicht. Tag für Tag haben Sie die Gelegenheit, Ihr Team entweder zu begeistern oder zu frustrieren, zu überzeugen oder zu ernüchtern. Wer sich für Variante eins entscheidet und seine Mitarbeiter begeistern möchte, dem stehen gleich zwei Strategien zur Verfügung: Sie können Dinge anders tun, und Sie können andere Dinge tun.

Mitarbeiter begeistern, indem man Dinge anders tut

Der geniale Erfinder Thomas Alva Edison wusste: „Wer immer das Gleiche tut, wird auch immer das Gleiche bekommen.“ Deshalb fragen Sie sich in regelmäßigen Abständen: Wie können Sie das, was jedes Unternehmen tut, anders und mitarbeiterfreundlicher gestalten? Das beginnt bei der Arbeitsplatzausstattung und geht bei der Weiterbildung noch lange weiter. Einige Beispiele:

1. Erfolge

Wie werden bei Ihnen Erfolge gefeiert? Falls Sie gerade stutzen, lautet die Antwort möglicherweise: gar nicht. Damit verpassen Sie eine großartige Chance, Ihre Mitarbeiter zu begeistern: Wer errungene Erfolge feiert, spornt zu weiteren Taten an. Dafür müssen Erfolge im ersten Schritt zunächst einmal erkennbar gemacht werden: Beispielsweise definieren Sie für jedes Team konkrete Ziele und für jedes erreichte Ziel werfen die entsprechenden Mitarbeiter einen bunten Ball in eine Bällesäule, die für alle sichtbar mitten im Büro steht. Am Monatsende wird abgerechnet: Je nach Pegelstand gibt es Süßigkeiten, Geschenke oder gemeinsame Events. Oder gehen Sie gemeinsam zum Fußball, ins Konzert, in den Kletterwald oder besuchen Sie eine interessante Ausstellung. Arrangieren Sie eine Ballonfahrt, einen Kochkurs oder einen Kaminabend mit einem interessanten Referenten. Schicken Sie dem Ehepartner, der Mann oder Frau während der heißen Projektphase so oft entbehren musste, einen Restaurant-Gutschein. Wenn Ihnen die Ideen ausgehen: Es gibt Agenturen, die sich auf die Ausrichtung solcher Events spezialisiert haben und Ihre Mitarbeiter professionell begeistern.

2. Feedback-Gespräche

In vielen Unternehmen erstarren Mitarbeiter-Gespräche zum ungeliebten Ritual: Die Führungskraft ist schlecht vorbereitet, der Mitarbeiter fühlt sich unangenehm vorgeführt. Glücklicherweise gibt es Alternativen: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter entscheiden, wo das Gespräch stattfindet, statt sie in Ihr Büro zu zitieren. (Ein kleiner Tipp: Bei einem gemeinsamen Spaziergang redet es sich leichter als bei einem Frontalgespräch.) Bereiten Sie sich gut auf das jeweilige Gespräch vor und stellen Sie auch Fragen, statt nur selber zu reden – so zeigen Sie Wertschätzung und echtes Interesse. Ganz nebenbei erfahren Sie so möglicherweise, an welchen Stellen in Unter-nehmen und Führungskultur Verbesserungspotenzial steckt.

3. Internetauftritt

Begeisterte Mitarbeiter zeichnen sich durch eine hohe Identifikation mit „ihrem“ Unternehmen aus: Selbstverständlich sprechen Sie in der Wir-Form, niemals würden Sie sich unehrlich oder illoyal ihrem Arbeitgeber gegenüber verhalten. Ihre Internetseite ist der perfekte Ort, dieses Wir-Gefühl zu stärken und Ihren Mitarbeitern das Gefühl zu geben, dass sie es sind, die das Unternehmen ausmachen. Präsentieren Sie hier nicht nur die Geschäftsleitung und das Firmengebäude, sondern geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht! Mit Fotos sämtlicher Ansprechpartner, Gruppenfotos, exemplarischen Einzelporträts, kurzen Statements und Zitaten zeigen Sie sich als Gemeinschaft und würdigen die Leistung jedes Einzelnen. Und da Menschenerlebnis vor Materialerlebnis geht, werden Sie damit nicht nur Ihre Mitarbeiter begeistern, sondern auch Ihre Kunden.

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Mitarbeiter begeistern, indem man andere Dinge tut

Einen Schritt weiter gehen Führungspersönlichkeiten, die nicht nur Bekanntes außergewöhnlich gestalten, sondern vollkommen neue Wege beschreiten. Fragen Sie sich deshalb: Was können Sie über das bisher Genannte hinaus tun, um Ihre Mitarbeiter positiv zu überraschen? Welche zusätzlichen Begeisterungsmomente bieten Sie? Sicherlich fällt Ihnen dazu einiges ein, ein paar Denkanstöße finden Sie hier:

4. Verstecken Sie für jeden Mitarbeiter ein Ostergeschenk in seinem Büro. (Tipp: Verzichten Sie lieber auf verderbliche Ware, und verstecken Sie Ihr Präsent gut, jedoch nicht zu gut.)

5. Geben Sie Ihrem Team am ersten richtigen Sommertag hitzefrei.

6. Legen Sie der ersten Gehaltsabrechnung eines neuen Mitarbeiters einen Dankesbrief bei. Aller Anfang ist schwer, aufmunternde Worte tun gut.

7. Schreiben Sie Urlaubern eine Postkarte, die sie bei der Rückkehr aus den Ferien zuhause erwartet („Welcome back!“).

8. Sammeln Sie heimlich und anonym „Mitteilungen an einen tollen Team-Kollegen“. Das zusammengestellte Feedback wird an die Bürowand des jeweiligen Mitarbeiters geheftet und erwartet ihn morgens bei Arbeitsantritt.

9. Spendieren Sie sämtlichen Mitarbeitern vor der Ferienzeit eine Autowäsche. Reiseapotheken und Sonnenlotion werden Ihre Mitarbeiter ebenfalls begeistern.

10. Veranstalten Sie ein „Public Viewing“ im Unternehmen, wenn ein wichtiges Fußball-/Handball-/Eishockey-Nationalspiel im Fernsehen läuft.

11. Benennen Sie ein Gericht in der Kantine (oder einen Konferenzraum oder einen Firmenwagen) nach einem verdienten Mitarbeiter.

12. Lassen Sie einen hart arbeitenden Mitarbeiter in der heißen Projektphase morgens von einer Limousine abholen und zur Arbeit bringen.

Werden Sie zum Weltmeister!

KundenBegeisterung funktioniert über MitarbeiterBegeisterung: Ein engagiertes Team ist leistungsbereit und steckt Ihre Zielgruppe mit seiner Überzeugung an. Der Weg zu begeisterten Mitarbeitern führt über das Überraschungsmoment – und dabei sind es überwiegend die kleinen Dinge, welche die entscheidenden Zeichen setzen. Deshalb: Werden Sie Weltmeister in Kleinigkeiten!

 

Fotoquelle Titelbild: © Fotolia/ Robert Kneschke

By | 2017-02-12T18:30:06+00:00 7. September 2016|Mitarbeiterführung, Mitarbeitermotivation|

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