So unterstützt Mentaltraining Sie beim Erreichen Ihrer Ziele

So unterstützt Mentaltraining Sie beim Erreichen Ihrer Ziele

Mit Mentaltraining zu mehr Erfolg: Jeder Spitzenathlet weiß, wie wichtig mentale Stärke ist, doch in vielen anderen Bereichen wird sie noch immer unterschätzt. Welche Bedeutung Mentaltraining für Ihren Erfolg hat und was Sie tun können, um sowohl im Sport als auch am Arbeitsplatz Top-Leistungen abzurufen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ihre Gedanken machen den Unterschied

Sind Sie schon einmal einen Marathon gelaufen? Dann wissen Sie, dass Erfolg Kopfsache ist. Ganz egal, wie gründlich Sie sich vorbereitet haben: Die letzten Kilometer werden schnell zur Tortur, und die meisten Läufer kennen das Gefühl, wenn der Körper verzweifelt nach einer Ruhepause schreit. In Momenten wie diesen ist es nicht mehr die körperliche Kraft, die den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bedeutet, sondern der eiserne Wille durchzuhalten.

Ähnliches gilt auch für alle anderen Sportarten – vor allem dann, wenn die Luft nach oben dünn wird und Sekundenbruchteile darüber entscheiden, ob es für einen Platz auf dem Siegertreppchen reicht. Wer denkt, es sei lediglich die körperliche Fitness, die dafür ausschlaggebend ist, ob ein Spitzenathlet in einem internationalen Wettbewerb den ersten oder zweiten Platz belegt, der irrt. Aus gutem Grund betonen Sportgrößen wie der einstige Weltklassesprinter Michael Johnson oder die Tennislegende Boris Becker immer wieder, wie wichtig Mentaltraining ist. „Talent alleine genügt nicht, um ein Champion zu werden“, hat Johnson bereits mehr als einmal gesagt. „Sportler müssen mental stark sein, um alle Schwierigkeiten, die in einem Wettbewerb auftauchen können, zu meistern.“ Und Becker ist für den Ausspruch bekannt: „Im entscheidenden Satz eines Matches hat das Ganze nichts mehr mit Tennis zu tun. Es ist nur noch eine Frage des Kopfes.“

Weshalb mentale Stärke so wichtig ist

Was die Erfahrungen von Spitzensportlern mit Ihrer Situation zu tun haben? Jede Menge, denn wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Menschen durch psychischen Druck krank werden. Sei es der berufsbedingte Wettlauf gegen die Zeit oder die Notwendigkeit, permanent multitasken zu müssen – die Arbeitswelt stellt uns vor enorme Herausforderungen, und mentale Stärke ist heute wichtiger denn je.

Wenn Sie sich darauf einlassen, Mentaltraining zu betreiben, werden Sie sehen, dass Sie nicht nur leistungsfähiger werden, sondern dass Sie sich auch in die Lage versetzen können, im entscheidenden Moment jederzeit einen kühlen Kopf zu bewahren. Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter zu Mentaltraining anregen, können von den Ergebnissen nur profitieren – doch in der Praxis werden die damit verbundenen Möglichkeiten oft unterschätzt. Ein unternehmenseigenes Fitnessstudio? Für viele Unternehmen selbstverständlich. Doch wenn ein Mitarbeiter seine sportliche Betätigung mit Mentaltraining verbinden will, erntet er in der Regel nur ein entgeistertes Kopfschütteln. Mit einem solchen Verhalten lassen sich Führungskräfte eine Menge Potenzial entgehen, denn Mentaltraining kann Mitarbeiter nicht nur leistungsstärker machen, sondern auch echte Begeisterung auslösen.

Mentaltraining begeistert und spornt an

Dasselbe gilt auch für Sportvereine – also für all jene Einrichtungen, die das Potenzial haben, aus jungen Menschen leistungsstarke Erwachsene zu machen. Aufgrund des demographischen Wandels finden immer weniger Kinder und Jugendliche den Weg zum Fußball- oder Tennisclub, und in manchen Fällen versuchen Vereine sogar, mit Geldprämien neue Mitglieder zu gewinnen. Mit Freude am Sport haben diese Incentives nicht mehr viel zu tun – und ich bin davon überzeugt, dass sie auch gar nicht nötig sind. Wenn ein Sportverein Begeisterung lebt, weil er seine Mitglieder nicht nur mit körperlicher Bewegung, sondern auch mit Mentaltraining fördert, wird er automatisch anziehend für neue Nachwuchssportler. Und zwar ganz egal, in welcher Liga er unterwegs ist.

Wie wichtig Sportbegeisterung ist, weiß jeder, der Kinder hat. Beim Sport kann der Nachwuchs seine Energie sinnvoll kanalisieren, sich zugehörig fühlen und vor allem auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Vermutlich wissen Sie selbst, wie schwierig es ist, ein frustriertes Kind nach einem gescheiterten Spiel wieder aufzubauen, und Sportvereine bieten (zumindest in der Theorie) das beste Umfeld, um ihren Schützlingen entsprechende Bewältigungsstrategien beizubringen. In der Praxis lassen es viele Trainer allerdings bei einem aufmunternden Schulterklopfen bewenden, anstatt ein Mentaltraining anzubieten, das die jungen Sportler in allen Bereichen ihres Lebens weiterbringt.

Mentaltraining in der Praxis

Wie körperliche Fitness muss auch mentale Stärke regelmäßig trainiert werden. Dass Denken und Handeln eng miteinander verknüpft sind, zeigen klassische Situationen wie der Matchball im Tennis: Wenn Sie in einer solchen Situation daran denken, was alles schiefgehen könnte, dürfen Sie sich über Misserfolge nicht wundern. Wenn Sie sich hingegen bewusst auf Ihr Ziel fokussieren, werden Sie höchstwahrscheinlich siegreich vom Platz gehen – und genau diese Fähigkeit können Sie mit professionellem Mentaltraining verbessern.

Wie das konkret funktionieren soll? Eines vorweg: Die eine Methode, die für jeden passt, gibt es nicht. Dafür sind wir Menschen mit unseren individuellen Stärken und Schwächen zu unterschiedlich. Dennoch gibt es natürlich einige Tipps, die den meisten Menschen in kritischen Situationen weiterhelfen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Glauben Sie an Ihre Ziele! Wenn Sie sich gedanklich schon vor dem entscheidenden Match geschlagen geben, schränken Sie Ihre Leistungsfähigkeit ein und bringen sich damit um verdiente Erfolge. Wenn Sie hingegen vertrauensvoll an Ihre Aufgaben herangehen, haben Sie gute Chancen, Ihren Traum wahrzumachen.
  • Positive Gedanken bewirken positive Ergebnisse. Planen Sie bewusst Zeit ein, um sich den Erfolg mit allen Sinnen vorzustellen. Was sehen, hören, riechen, spüren und schmecken Sie im Moment des Triumphs? Je lebendiger Sie diese Situation visualisieren können, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass Sie Ihr Ziel erreichen. Das zentrale Nervensystem kann nicht zwischen einer intensiven Visualisierung und dem realen Leben unterscheiden. Werden Gedanken häufig genug gedacht und sind sie bestenfalls mit intensiven Emotionen verbunden, wirken sie unterbewusst auf unsere Handlungen ein.
  • Hüten Sie sich vor Nicht-Botschaften. Was passiert, wenn Sie sich vornehmen, nicht an einen rosa Elefanten zu denken? Sie denken an einen rosa Elefanten! Wenn Sie sich also das nächste Mal dabei ertappen, an etwas zu denken, was auf keinen Fall passieren darf, formulieren Sie diesen Gedanken positiv um.
  • Wenn Sie mit unerklärlichen Leistungseinbrüchen konfrontiert werden, sollten Sie sich kurzfristige und konkrete Ziele setzen, um Ihr Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Diese Ziele sind im Idealfall nicht von den Ergebnissen anderer abhängig. Wenn Sie beispielsweise einen Marathon laufen, fordern Sie sich lieber mit der Erwartung heraus, die Ziellinie in einer bestimmten Zeit zu erreichen, als auf einen Podiumsplatz zu hoffen.
  • Vor einem wichtigen Spiel oder einer wichtigen Aufgabe nervös zu sein, ist völlig normal. Akzeptieren Sie Ihre Aufregung als Zeichen dafür, dass Ihnen Ihr Ziel wichtig ist, und haben Sie keine Angst vor Fehlern. Im Sport wie im Leben gewinnt am Ende derjenige, der am besten mit unerwarteten Schwierigkeiten umgehen kann.
  • Nutzen Sie Entspannungsübungen, um negative Bilder aus Ihrem Kopf zu vertreiben. Achten Sie auf Ihre Körperhaltung, atmen Sie tief durch und denken Sie an einen Moment zurück, in dem Sie sich komplett sicher gefühlt haben. Dieser gedankliche Rückzugsort bringt Sie zur Ruhe, und Sie können sich im Anschluss wieder völlig auf Ihr Ziel konzentrieren.
  • Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nutzen Sie positive wie negative Erlebnisse für eine Bestandsaufnahme und fragen Sie sich, was Sie besser hätten machen können. Haben Sie Ihre Lektion gelernt, können Sie bei der nächsten Gelegenheit wieder beweisen, was in Ihnen steckt.

 

Fotoquelle Titelbild: © fotolia / JenkoAtaman

By | 2017-03-09T12:33:50+00:00 22. März 2017|Mitarbeitermotivation, Personalführung|