Vor wenigen Wochen startete die soundsovielte Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ – kurz DSDS. Mit noch mehr Geschmacklosigkeiten, obszöneren Sprüchen und immer verrückteren Kandidaten versucht der Kölner Privatsender Quote zu erzielen. Ein ganz positives Gegenbeispiel zeigt der ansonsten so um Quoten bemühte Stefan Raab mit seinem neuen Casting-Format „Unser Star für Oslo“.
Stefan Raab sucht Grand-Prix-Hoffnung
Der letzte und bisher auch einzige deutsche Sieg beim Eurovision Song Contest stammt aus 1983. Damals überzeugte Nicole mit „Ein bisschen Frieden“ das europaweite Publikum. In den letzten Jahren kamen die Deutschen nie über einen der hinteren Plätze hinaus. Als einer der größten Geldgeber und Unterstützer des Musikwettbewerbs waren die Platzierung der letzten Jahre mehr als enttäuschend. Gute Plätze konnten Anfang des Jahrzehnts Stefan Raab und der von ihm produzierte Guildo Horn erreichen. Aus diesem Grund springt nun Stefan Raab als Retter in der Not in die Bresche und versucht, die Begeisterung für den Grand-Prix auch in Erfolg umzuwandeln.
Gemeinsam mit der ARD sucht der vielseitig begabte Entertainer und Musiker nun den deutschen Kandidaten für den diesjährigen Grand-Prix in Oslo. Und die erste Auswahlrunde am Dienstagabend überraschte mit wirklich tollen Stimmen. Keine Beleidigungen oder Erniedrigungen bekamen die Kandidaten von der prominenten Jury (Marius Müller-Westernhagen und Yvonne Catterfeld) um die Ohren geworfen, sondern gute konstruktive Kritik für durchweg gute und unverbrauchte Stimmen. Statt irgendwelcher Pseudo-Interpreten traten zehn junge Musiker auf, die spürbar ihre Musik mochten. Mit so viel Freude für die Musik muss doch ein Platz zumindest unter den Top Ten am 29. Mai in Oslo drin sein. Drücken wir unseren Kandidaten im Vorausscheid schon mal kräftig die Daumen.












