Artikel-Schlagworte: „Wirtschaftskrise“

Männer machen sich in Frauenberufen rar

6. August 2010 von Ralf R. Strupat

Es ist für uns nicht ungewöhnlich, sich von einem Mann die Haare schneiden zu lassen. Dennoch arbeiten im Friseurhandwerk wesentlich mehr Frauen als Männer. Und wie sieht das generell in den anderen Bereichen der sogenannten „typischen“ Frauenberufe aus? Kennen Sie etwa einen Sekretär, einen Arzthelfer oder eine männliche Hebamme persönlich? Haben Sie von Nageldesignern, Kosmetikern oder Hauswirtschaftern gehört oder kennen Sie Männer, die in diesen Berufen arbeiten?

Kosmetiker

Okay, im Pflege- und Betreuungsbereich gibt es durchaus bereits zahlreiche Alten- und Krankenpfleger und auch etliche Kindergärtner. Dennoch arbeiten im Einzelhandel, beispielsweise in den Bäckereien und Fleischereien immer noch weit mehr Frauen als Männer. Wie kommt es, dass junge Frauen sich mehr und mehr für Männerberufe wie Kfz-Mechaniker, Tischler und im Ingenieurswesen ausbilden lassen und ihren Weg in der „männlichen“ Arbeitswelt suchen? Für viele junge Männer dagegen ist es undenkbar, sich auch nur für „Frauenberufe“ zu interessieren.

Brauchen Männer mehr Ansehen in ihrem Job?

Liegt das vielleicht daran, dass der geringe Prestigemangel der Frauenberufe und auch die bescheidenere Bezahlung Männer oft abschreckt? Die „typischen“ Frauenberufe werden in unserer Gesellschaft immer noch als „weniger wert“ betrachtet und durchschnittlich auch schlechter bezahlt als Männerberufe. Die Möglichkeiten einer Weiterqualifizierung in sogenannten Frauenberufen sind meist sehr begrenzt und oft auch gar nicht vorgesehen.

Die weibliche Emanzipierung hat unsere Gesellschaft ja bereits erreicht, wie sieht es jetzt mit der männlichen aus? In Punkto Berufswahl muss sich hier noch einiges tun – zumal wir Deutschen in den kommenden Jahren verstärkt „Manpower“ in den Alten- und Pflegebereichen benötigen werden. Wie stehen Sie zum Thema Männer in „typischen“ Frauenberufen? Schreiben Sie mir einen Kommentar, ich freue mich – nach meinem Urlaub – auf den Austausch mit Ihnen!

Totalschaden in der Automobil-Branche

24. September 2009 von Ralf R. Strupat

Nach meinem jüngsten PKW-Totalschaden brauchte ich natürlich schnellstmöglich einen neuen fahrbaren Untersatz. Dieser war auch schnell besorgt – nur fingen die Probleme damit erst richtig an.

Nach noch frischen 10.000 km kam schon die dringende Fehlermeldung: Servolenkung fällt aus.  Okay, also hin zur Werkstatt. „Ein elektronischer Fehler“, so der kurze und knapper Kommentar des KFZ-Mechanikers. Ach nee, dachte ich mir. Sag bloß.

Gut, nachdem ich den Wagen wieder zurück hatte, war ich am selben Abend auf dem Weg zum Kunden. Als ich gerade auf der Autobahn fuhr, kam bei 160 hm/h die Meldung „Achtung…“ Sehr aussagekräftig, aber ein Blick ins Handbuch wird’s  schon richten: A ha, Gefahr bedeutet das. Potzblitz, wäre ich nicht darauf gekommen.
Also dringend den 2. Reparaturtermin wahrgenommen. Aussage: ”Hier ist kein Termin reserviert worden. Naja, mal sehen.“ Also ließ ich den Wagen erst mal da und bekam einen Leihwagen.

Dann der 1. Werkstatt-Anruf nach 60 Minuten: “Sorry, ich brauch´ den Leihwagen zurück, ein Kunde steht hier, der braucht den.” Wir tauschen. Okay. Dann der 2. Werkstatt-Anruf nach 3 Stunden: ”Mir fehlt ein Kabel … wann brauchen Sie den Wagen wieder?”.”JETZT.” ”OH, dann gebe ich Ihnen einen Ersatz-Wagen. - Ach ja, wir haben den Wagen erst vor 1 h zurück bekommen, da ist kaum Sprit drin – Sie können auf unseren Namen bei der Tankstelle volltanken – aber dann auch vollgetankt zurückbringen!” - Übrigens, so sah der Wagen auch aus – innen und außen.

2009 – Wirtschaftskrise in der Automobil-Branche…ich kann‘s nicht glauben. Gut, wenn man noch´n Bruder hat – in der gleichen Branche/Firma.

Kundenbindung: Wenn der Hotel-Service streikt

1. September 2009 von Ralf R. Strupat

Wer meine Vorträge kennt – der weiß, ich liebe Hotelgeschichten… diesmal musste ich jedoch am eigenen Leibe erfahren, wie ich im Hotel (fast) vor die Türe gesetzt wurde. Nach dem Motto: Gute Kunden müssen leider draußen bleiben.

Ich dachte, ich wäre im RAMADA Stade so etwas wie ein Stammkunde, hatte ich doch immerhin fünf Mal in jenem Hotel eingecheckt. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles zumindest okay, ja sogar akzeptabel gewesen.

Kein Grund also für mich, nicht auch dieses Mal wieder im RAMADA Stade zu nächtigen – obwohl mein Kunde mich höflichst darauf hingewiesen hatte, mir doch lieber ein anderes Hotel zu suchen. Seit der Weihnachtsfeier 2008 hatte dieser es als schiere „Servicekatastrophe“ erlebt. Da auch ich jedoch ein ‘Gewohnheitsmensch’ bin, wurde das RAMADA trotzdem auch diesmal von uns gebucht.

Kundenbegeisterung beim Einchecken im RAMADA Stade?

Übrigens, ich bin zu 99 % ein ‘Spätanreisender’. Als ich endlich gegen 20 Uhr dort ankam, wurde mir wirklich nett, aber bestimmt erklärt: Mein Zimmer wurde leider an jemanden anderes vermietet. Ob ich denn die Reservierungsbestätigungen nicht lesen würde – “Nur wenn Sie uns vorab Ihre Kreditkarten-Nummer mitteilen, wird das Zimmer freigehalten.”

Meine Einwände:

  1. Wir buchen immer mit dem Hinweis “Spät-Anreise”.
  2. Ich habe hier schon mehr als 5 Nächte verbracht – immer mit Spätanreise.
  3. Generell liegt Ihnen meine Kreditkarten-Nr. ja vor.

Die Antwort: “Tut mir leid – ich kann mich nicht über die Bestimmungen hinwegsetzen.”

Mit einiger Wut im Bauch habe ich mir die Internetseite vom RAMADA angesehen, insbesondere die Broschüre mit Unternehmensphilosophie unter “Karriere mit RAMADA”. Also habe ich direkt eine e-Mail an die Zentrale mit einem Erlebnisbericht geschickt. Fanden die aber auch nicht so toll, um mir gleich eine begeisternde Antwort zurückzusenden.

Übrigens wurde mir ein (schlechtes) Ersatzzimmer in einem anderen Hotel gebucht. Das Bild in dem Zimmer sehen Sie hier:

Kundenbindung-Hotelgewerbe

Das mit der Kundenbindung ist beim RAMADA Stade diesmal mächtig in die Hose gegangen. Geht etwa die Wirtschaftskrise am Hotelgewerbe vollkommen vorbei? Kann nicht sein. Ich kann‘s nicht glauben.