Artikel-Schlagworte: „Kunde“

Gute Laune – Gutes Geschäft

29. Januar 2012 von Laura Lin Strupat

Symphatie und Vertrauen – beides ist für ein erfolgreiches Geschäft notwendig. Doch obwohl viele Verkäufer dies wissen, achten sie in Kundengesprächen zu wenig oder gar nicht darauf, die Kunden auch emotional anzusprechen.

Oft wird zuviel Zeit darauf verwendet sich zu überlegen wie das Produkt am Besten präsentiert werden kann – die Frage nach dem Gewinnen der Sympathie und des Vertrauens des Käufers wird außer Acht gelassen. Und das obwohl neben der Erfahrung des Verkäufers auch Studien belegen: Die Emotionen spielen bei der Entscheidung des Käufers ob Produkt A oder B gekauft wird eine entscheidende Rolle. Sie merken es ist wichtig, dass Verkäufer bei den Kunden einen positiven Ersteindruck hinterlassen – und ob der erste Eindruck positiv oder negativ ist wird bei dem Kunden aufgrund ihres gesamten Auftretens und Verhaltens entschieden.

Fällt er positiv aus entstehen die gewünschten positiven Emotionen, die das Gespräch vom ersten Wort an auf die Erfolgsspur lenken – und das dank ihres Auftretens. Denn erlebt der Kunde den Verkäufer als sympatisch und authentisch, und somit auch als glaubwürdig, wird er sich eher für ihr Produkt entscheiden!

Überprüfen sie sich selbst!

Sommer 2011 – Ein Sommer der kein richtiger Sommer ist?

11. August 2011 von Ralf R. Strupat

Im Sommer wünschen wir uns Sommerwetter mit Sonnenschein, Temperaturen deutlich über 20 Grad und lauen Sommerabenden. Damit ist es allerdings in diesem Jahr eher selten; der Sommer 2011 lässt uns buchstäblich im Regen stehen! Die Sommerferien fallen wohl ins Wasser – allerdings nicht, wie von vielen gewünscht, ins Schwimmbecken der Freibäder oder Badeseen.

Sommer 2011 – Ein Sommer der kein richtiger Sommer ist?

Nicht nur für die Daheimgebliebenen unter uns, sondern auch für viele Schüler und die ansässigen Freizeitbetriebe, Beachclubs und Eisdielen verspricht die Wettervorhersage keine echte Besserung.

Alternative Vorschläge erwünscht

Wenn der Sommer kein richtiger Sommer ist, wie gehen wir am Besten damit um? Trotz kühler Temperaturen doch mal ein Eis essen gehen, eine Fahrt in den Freizeitpark machen oder spontan einen Zoobesuch starten – das macht auch Spaß, wenn die Sonne nicht scheint und eine Jacke dabei sein muss. Ansonsten ist auch ein Regentag ideal, um einmal mehr ins Kino zu gehen, eine Ausstellung zu besuchen, die eigentlich schon lange auf dem Programm stand oder sich fest in ein spannendes Buch zu vertiefen.

Cabrio Fahrer wenig begeistert

Besonders gebeutelt sind diejenigen unter uns, die sich schon das ganze Jahr über darauf gefreut haben, im Sommer mit ihrem Cabrio offen durch die Landschaft zu brausen und sich den Sommerwind um die Nase wehen zu lassen. Leider blieben in diesem Sommer die meisten Dächer geschlossen – nur einige wenige Sonnentage konnten die Fahrerinnen und Fahrer voll auskosten.

Da hilft kein Jammern und Wehklagen – das Wetter können wir noch nicht beeinflussen, deshalb heißt es: Genießen Sie den Sommer trotzdem – und machen Sie das Beste aus Ihren Sommerferien! …sie sind eh viel zu schnell wieder vorbei!

Bildquelle: Ramona Heim – Fotolia.com

Der demografische Wandel ist in aller Munde! Die erschreckende Erkenntnis: Die Gruppe der Menschen über 50 – die sogenannten Best Ager – ist schon heute die einzig wachsende Zielgruppe. Zudem nimmt die Bevölkerungsdichte ab. Doch wie kann der Handel darauf reagieren, wie bereiten wir uns auf die „neuen“ Kundenbedürfnisse vor? Ein Handlungsbedarf ist ab sofort gefragt, denn gerade in dieser Kundengruppe steckt enormes Potenzial und eine lukrative Kaufkraft.

Wolfgang Ronzal und Ralf Strupat

Zu diesem Thema erlebten im November 2010 rund 40 Gäste einen spannenden und informativen Abend mit dem sympathischen Vertriebsexperten Wolfgang Ronzal im BegeisterungsLand. Zu Gast in Versmold war der charismatische Referent aus Wien, der ein gefragter Experte auf diesem Gebiet (und nicht nur, weil er selbst dieser Zielgruppe angehört) ist.

Wolfgang Ronzal empfiehlt:

„50plus entscheidet Ihr Überleben am Markt. Es wird höchste Zeit. Sensibilisieren Sie vor allem Ihre jüngeren Führungskräfte und Mitarbeiter, gestalten Sie Ihre 50plus-Strategie, entwickeln Sie neue Produkte und Leistungen.“

Seine gesammelten Erfahrungen, was ältere Menschen wirklich wollen und wie Sie Ihr Unternehmen für Ältere fit machen, können Interessierte in seinem Buch 30 Minuten Marketing 50plus nachlesen.
Unsere Quintessenz des Abends: Vorausschau ist gefragt! Bieten Sie Lösungen an, bevor das Problem überhaupt entstehen kann.

… übrigens, das Buch ist auch als Weihnachtsgeschenk bestens geeignet!

Jetzt ist es bald soweit, mein neues Buch „Der Eiertanz“ wird morgen veröffentlicht – ich freue mich schon darauf! Bestellen Sie Ihr persönliches Exemplar und lesen, was es mit den 7 Ks auf sich hat. Das erste K beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Kommunikation und dessen Bedeutung als wichtigstes Führungsinstrument. Kommunikation ist ein überaus spannendes Thema, welches uns jeden Tag aufs Neue begegnet. Haben Sie einmal darüber nachgedacht, ob Sie alles genauso verstehen, wie es Ihr Gesprächspartner gesagt hat? Dass Sie das Gesagte gehört haben, davon gehe ich aus. Wie ist das gesprochene Wort bei Ihnen angekommen und wie interpretieren Sie es? Das ist doch viel spannender zu erfahren. In einem kurzen Auszug aus meinem neuen Buch möchte ich auf diese Thematik eingehen:

„ …1. Kommunikation

Ihr wichtigstes Führungsinstrument ist das Wort. Geführt wird durch reden, durch kommunizieren. Wenn Sie es schaffen, Ihre Mitarbeiter im Gespräch wirklich zu erreichen, die Anliegen Ihres Gegenübers zu verstehen und Ihre Anliegen deutlich rüberzubringen, ist viel gewonnen. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn Kommunikation ist weit komplizierter, als wir uns im Alltag häufig klarmachen. Sie sagen beispielsweise ganz neutral (wie Sie meinen): «Frau Meyer, Sie denken dran, dass das Protokoll heute fällig ist, oder!?», und Frau Meyer ist zwei Tage verschnupft, weil sie sich von Ihnen «gemaßregelt» fühlt. Oder Sie selbst sind verärgert, weil Mitarbeiter Müller Ihnen eine Information über Tage schuldig bleibt, obwohl Sie ihn doch gebeten haben, sich «gleich» darum zu kümmern. Die häufigste Form der Kommunikation sei das Missverständnis, hat ein kluger Mensch einmal behauptet. Das liegt vor allem daran, dass wir weit weniger «sachlich» und «rational» sind, als wir alle gern glauben.

Kommunikationswissenschaftler gehen davon aus, dass die Sachebene unser Miteinander nur zu etwa einem Siebtel bestimmt. Gefühle und Emotionen, unausgesprochene Erwartungen und Einstellungen prägen dagegen die Beziehungsebene, auf deren Konto der Löwenanteil unserer Reaktionen geht. Dass dieses «Eisbergmodell» der Kommunikation tatsächlich stimmt, merkt an immer dann, wenn man «vernünftig» mit jemandem reden möchte, zu dem die Beziehung nicht stimmt. Ein gutes Verhandlungsergebnis zwischen zwei Geschäftspartnern, die sich zutiefst unsympathisch sind oder die sich misstrauen, ist fast unmöglich, da mögen die ausgetauschten Argumente noch so stichhaltig sein. Und wenn Frau Meyer findet, dass Sie ohnehin zu viel kontrollieren, reagiert sie auf eine arglos gemeinte Bemerkung eben allergisch. 

Kommunikation

 Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Studie der Psychologin Claudia Eilles-Matthiesen, die über hundert Berufstätige Tagebuchprotokolle nach Chefgesprächen führen ließ. Ergebnis: «Jedes fünfte Gespräch (…) löst negative Gefühle wie Angst oder Selbstzweifel aus und wird als selbstwertbedrohlich erlebt.» Wenn Sie also mit jedem Ihrer Mitarbeiter ein Gespräch pro Tag führen, ist die Gefahr groß, dass er eines pro Woche davon als «kränkend» empfindet. Da reichen meiner Erfahrung nach oft kleine Kommentare oder Gesten, die einem fast unbemerkt durchrutschen – ein Augenverdrehen, ungeduldiges Abwinken oder eine ironische Bemerkung. Ich kenne den Fall eines Junganwalts, der in einer Frankfurter Großkanzlei seine Kündigung einreichte, nachdem der Chef ihn nach einigen superstressigen Monaten freitags gegen 17 Uhr im Mantel vor dem Fahrstuhl antraf. Eine spöttische Bemerkung des Vorgesetzten – «Ich wusste gar nicht, dass Sie einen Halbtagsjob haben, Herr Sowieso» – brachte das Fass zum Überlaufen.

Weil das Thema Kommunikation im Führungsalltag so enorm wichtig ist, finden Sie im nächsten Kapitel ausführliche Tipps dazu («So reden Sie am besten mit Ihrer Mannschaft», Seite 129ff.). Daneben hilft einem schon das Bewusstsein für die Untiefen der Kommunikation, das einen vorsichtiger formulieren und eher mal ein klärendes Gespräch suchen lässt. Verbessern Sie Ihre Kommunikationsstärke auch durch regelmäßige Fortbildungen. «Richtig miteinander reden» lernt man während der üblichen Ausbildung kaum. 

2. Konsequenz

Halten Sie sich an Regeln, die Sie aufgestellt haben, und zwar kom promisslos. Wer heute so und morgen anders verfährt, wer in ähnlichen Situationen ganz verschieden reagiert oder von den Mitarbeitern unterschiedliches Verhalten verlangt, wird in ihren Augen unberechenbar. Ein Extrembeispiel für Inkonsequenz sind tyrannische Chefs. Wenn Sie selbst einmal das Vergnügen hatten, für jemanden zu arbeiten, der Sie gestern als «totale Niete» beschimpfte und heute bei ähnlichen Ausgangsbedingungen über den grünen Klee lobt, kennen Sie den Effekt dieses Verhaltens: Man stumpft ab …“

Freuen Sie sich auf die weiteren 6 Ks und deren Bedeutung! Dies und noch viel mehr in meinen neuen Buch “Der Eiertanz” – Bestellen Sie Ihr Exemplar noch heute.

Bildquelle: hpunkt.de-Fotolia.com

Wir alle fühlen uns in der sogenannten Komfortzone wohl, denn hier ist uns das Leben vertraut. In dieser Zone brauchen wir keine Angst haben, besteht sie doch aus ganz viel Routine, die uns nur zu vertraut ist. Vertraute Abläufe sind bequem und risikolos, manchmal allerdings auch langweilig und starr, findet ein Mensch in dieser Zone doch kaum geistige Erweiterung oder eine Art von mentalem Wachstum. Alles verläuft immer gleich; zuhause in der Partnerschaft ebenso wie im Arbeitsalltag. Eigentlich ist jeder Tag so wie der vorherige – und der nächste wird wieder so werden wie der vergangene Tag! Wer so lebt, kann sehr leicht den Anschluss im Beruf verpassen oder die menschliche Neugierde auf Neues aufs Spiel setzen.

veraenderung

Seien Sie doch mal wieder mutig und verlassen die bewährte „Tretmühle“ – trauen Sie sich Veränderungen zu.

Veränderungen positiv wahrnehmen und neue Begeisterung versprühen

Vertreten Sie in Gesprächsrunden doch einmal Ihre Meinung, argumentieren Sie ruhig einmal leidenschaftlicher für eine Sache oder melden sich beispielsweise bei der Volkshochschule zu einem Kurs in Business-Englisch an. Entwickeln Sie sich weiter und treten in die sogenannte Lernzone ein; hier erwartet Sie Neues und Spannendes, das Ihr Leben auf jeden Fall bereichern wird. Lernen Sie so ungewohnte Situationen zu meistern und erweitern Sie den eigenen Horizont. Erleben Sie, wie aufregend es sein kann, wenn außergewöhnliche Situationen erlebt und „überlebt“ werden.

Wieder aufblühen und neue Wege erschließen

Menschen blühen durch das Hineingleiten in die Lernzone auf und erfinden sich oft ganz neu. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Ausstrahlung und das Verhalten dieser Personen, ganz gleich, ob es sich hier um Mitarbeiter oder Vorgesetzte handelt. Die erlebten Erfolge lassen diese Menschen offener werden und sie füllen auch ihren Job mit neuer Begeisterung. Übrigens haben Personen, die sich in der Lernzone wohl fühlen und sich dort „ausbreiten“, dann auch eine vergrößerte Komfortzone! Probieren Sie es doch einfach einmal aus – wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Bildquelle: CLUPIX images – Fotolia.com

Begeisterung in der Apotheke in Melle

19. Oktober 2009 von Ralf R. Strupat

Nachdem unsere Interview-Reihe zuletzt pausierte, freue ich mich besonders über die Antworten von Franz Hoffmann, Apotheker und Mitinhaber der Schreiberschen Apotheke in Melle.

  1. Mit welcher Aktion haben Sie zuletzt bei Ihren Kunden für Begeisterung gesorgt?  Was war Ihre erfolgreichste Aktion, mit der Sie sogar neue Kunden hinzugewonnen haben?Das Team in der Schreiberschen Apotheke hat seine Serviceangebote weiter ausgebaut. D. h. wir bieten unseren Kunden Blutzucker-, Blutdruck- und Cholesterinmessungen an. Dazu kommt unser Home-Service: Hier werden Kunden mit Medikamenten von uns im Lieferdirektservice versorgt. Sollte also einmal ein bestimmtes Medikament nicht vorrätig sein, werden wir es am selben Tag im Großhandel bestellen und auch geliefert bekommen. Unser Apotheken-Fahrer liefert dann unverzüglich direkt an den Kunden zu Hause aus. So gewährleisten wir, dass benötigte Medikamente immer am gleichen Tag noch eingenommen werden können! Alle Mitarbeiterinnen der Schreiberschen Apotheke beraten Kunden individuell und kompetent über die verschiedensten Arzneimitteltherapien – das schafft Sicherheit und Vertrauen beim Kunden.
  2. Wann wurden Sie persönlich zuletzt als Kunde begeistert?Durch eine äußerst kompetente Beratung, als es darum ging, ein neues Trekkingrad zu kaufen. Ich habe mich sehr gut beraten gefühlt und es wurde 100-prozentig auf meine Wünsche eingegangen, so dass ich nun ein Fahrrad fahre, das wie für mich und meine Bedürfnisse gemacht ist.
  3. Wie begeistert sind eigentlich Ihre Mitarbeiter? Glauben Sie, dass Sie durch eine erhöhte Mitarbeitermotivation noch mehr Kunden an sich binden könnten?Die Mitarbeiterinnen unserer Apotheke sind durch eine angenehme Arbeitsatmosphäre in der Apotheke und ein gutes Verstehen untereinander sehr motiviert. Wir haben sehr viele Stammkunden, die unsere kompetente Beratung rund um ihre Gesundheit sehr schätzen und unserer Apotheke seit vielen Jahren treu sind. Regelmäßige Angebote von Weiterbildungen, Seminaren und Spezial-Kursen für beratungsintensive Arzneimitteltherapien werden von den Mitarbeiterinnen immer gerne angenommen – auch so lässt sich die Mitarbeitermotivation steigern. Neue Kunden binden wir durch unsere neue KundenKarte an uns – diese Vorteilskarte in Verbindung mit freundlichem, hochmotiviertem Personal hilft dabei, dass Kunden unsere Apotheke immer wieder besuchen und so ebenfalls zu Stammkunden werden.
  4. Lassen sich Kunden in Zeiten der Krise leichter begeistern, oder muss man sich als Unternehmer zurzeit mehr einfallen lassen? Gibt es bei Ihnen Strategien, in der Krise neue Chancen zu erkennen und zu nutzen?Die aktuelle Krise betrifft die Apotheke weniger. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Kunden sich möglichst lange gesund erhalten wollen und z. B. Erkältungskrankheiten usw. selbst therapieren, um nicht krankgeschrieben zu werden – die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes hat sich doch schon tief in viele Köpfe gebrannt. Und nicht nur vor diesem Hintergrund ist es wichtig und unablässig, dass eine Apotheke sehr gute Beratungsleistungen erbringt. Wir haben mit dieser Strategie auf jeden Fall Erfolg und treffen ins Schwarze!

Ist der Kunde der Dumme?

22. September 2009 von Ralf R. Strupat

Deutschland – das Land der „Dienstleistungsprobleme“. Es wird, diskutiert, gemäkelt und gestritten; im Visier stehen die Service-Kräfte in Deutschland. Aber hat sich an der Situation bis heute etwas geändert? Sind Sie mit dem Service im Supermarkt um die Ecke zufrieden oder von der Fachkompetenz im Elektronik-Fachmarkt begeistert?
Beim Stöbern im Internet („Googlen“) bin ich auf eine spannende Sendung im Nachtcafé vom SWR gestoßen , welche Sie sich auf YouTube in voller Länge und in „WideScreen“ anschauen können – dieser Service begeistert mich dann doch.

Kunde sein – ein hartes Geschäft

Die „Dauerbrenner“ sind auch heute noch Gewinnspiele und Kaffeefahrten… neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren:

  • „Bei Anruf Betrug“: Abzocke übers Telefon
  • Betrug rund um Geldanlagen und Finanzen
  • Unzureichend ausgezeichnete oder vergammelte Lebensmittel

Verbraucherzentrale und Lebensmittelhandel: Wenn Meinungen aufeinander prallen

Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg holt im Nachtcafé zum Rundumschlag aus, bleibt dabei aber noch ausgesprochen freundlich. Ihre Meinung: Es ist kompliziert geworden, in den heutigen Zeiten Kunde zu sein – will man für sein gutes Geld etwas Gutes bekommen, muss man selbst zum Experten werden. Dabei sind Sie schon Experte in Ihrem Beruf. Ich finde, das sollte reichen.

Ganz anderer Meinung ist dagegen Dierk Frauen vom Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels, der von „geradezu paradiesischen Bedingungen in Deutschland“ spricht. Reden Kunden also die Qualität von Dienstleistungen in Deutschland zu schlecht? Müssen wir stattdessen angesichts hervorragender Serviceleistungen regelrecht begeistert sein?

Keine Altersvorsorge dank schlechter Kundenberatung?

Paradiesische Zustände in Deutschland – „paradiesisch“ mag vielleicht „das Blaue“ sein, das vom Himmel versprochen wird. Wenn bei der Geldanlage – wie im Falle von Studiogast Anke Korte – die Altersvorsorge „dank“ Lehman-Zertifikaten flöten geht, muss man sich fragen: Darf in einer Beratung verschwiegen wird, dass ein Totalverlust der Geldanlage möglich ist?

Was oder wie viel ein Kunde wissen muss, lässt sich nicht „in Stein meißeln“. Was er aber bekommt, und was er gegebenenfalls verlieren kann, muss Gegenstand einer Beratung sein. Ich ahne, die Diskussion ist noch längst nicht zu Ende. Daher freue ich mich über Ihre Meinung. Ist Deutschland eine Service-Wüste, der Kunde der Dumme?