Erst einen Monat liegt die „fünfte Jahreszeit“ zurück. Wie eine alte Fußballweisheit aber besagt, ist bekanntlich nach dem Spiel bereits wieder vor dem nächsten Spiel. Von seiner Begeisterung für Karneval erzählt uns heute Simon, der als gebürtiger Rheinländer den Karneval praktisch im Blut hat. Nach seinem Journalismus-Studium im karnevalsfreien Bielefeld hat es den 23-Jährigen in den hohen Norden nach Hamburg verschlagen, wo er in einer Direktmarketing-Agentur arbeitet. Auch wenn den Hamburgern nachgesagt wird, dass sie verschlossen und wortkarg seien, kann Simon nur das Gegenteil bestätigen.
Hallo Simon, feiern Sie regelmäßig Karneval und wenn ja, wo?
Als Kind war Karneval immer total klasse. Feiern, verkleiden und Kamelle fangen – das alles haben wir am liebsten natürlich im schönen Rheinland, Düsseldorf ausgeschlossen, gemacht. Heute bin ich nicht mehr so der “Karnevalsjeck”.
Was begeistert bzw. begeisterte Sie am Karneval am meisten?
Mich begeisterte immer besonders dieses Gefühl des gemeinsamen Erlebens. Dieses Gemeinschaftsgefühl lässt sich wohl am besten mit der Stimmung bei der WM 2006 in Deutschland vergleichen. Egal wer du bist oder wo du herkommst, wir feiern zusammen!
Was war Ihr spannendstes Karnevals-Erlebnis?
Mir hat vor allem das Sortieren der gefangenen Süßigkeiten Spaß gemacht. Meine Schwester und ich haben die Süßigkeiten im ganzen Wohnzimmer ausgebreitet und sortiert. Das sah dann immer aus, wie im Supermarkt.
Was glauben Sie, warum begeistern sich so viele Menschen für den Karneval?
Ich denke, dass es einfach dieses Gefühl von Spaß und Zugehörigkeit ist. Ich habe bisher keine andere Region erlebt, die sich so mit ihrer Umwelt identifiziert und ihre Heimat so vergöttert wie das Rheinland.
Vielen Dank Simon für Ihre Antworten. Wie sieht es bei Ihnen aus, liebe Leser? Sind Sie ein „Karnevalsjeck“ und leben vom 11. November bis zum Faschingsdienstag in der fünften Jahreszeit? Oder können Sie mit dem närrischen Treiben so rein gar nichts anfangen? Schreiben Sie mir Ihre schönsten Karnevalsgeschichten. Ich freue mich auf Ihre Mail.













Ja dass mit dem Karneval ist so ne Sache. In dem Ort Kämpfelbach habe ich eine Filiale an dem ein Faschingsumzug genau am Laden vorbei läuft, An diesem Tag machen wir aus unserer Garage eine Glühwein-Bratwurststube, und die Leute kommen in Strömen. Ich persönlich bin ein absoluter Faschingsmuffel und genieße an solch ver-rückten Tagen lieber die Natur.Mein Hauptgeschäft habe ich an der Faschingszeit ganz normal geöffnet, und die Kunden genießen einen normalen Laden.
Wir haben dieses Jahr in unserer Fleischerei selbstgebackenen Krapfen angeboten, und es gab doch tatsächlich Kunden die reinkammen um nur Krapfen zu kaufen, und gingen ohne ein rädchen Wurst von danen.Flexibilität ist halt etwas geniales.
fleischige Grüße Andreas Beier