In wenigen Tagen jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 20. Mal. Viele DDR-Bürger fühlten sich während der letzten Tage und Wochen der sozialistischen Republik unsicher. Ganz im Gegenteil zu 500.000 Menschen, die heute vor 20 Jahren bei der größten Massendemonstration fünf Tage vor dem Fall der Mauer die DDR-Führung einfach weggelacht haben.
Lässt sich eine politische Riege einfach weglachen?
Zugegeben, alleine mit Weglachen und Begeisterung für Neues lässt sich keine politische Elite aus dem Amt verdrängen, doch was vor 20 Jahren in der DDR passierte, begeistert mich vor allem aus einem Grund: Es war eine friedliche Revolution. Auf der Internetseite der Tagesschau habe ich folgenden Beitrag zum vergessenen Jahrestag des 4. November 1989 gelesen.
Die beiden Bürgerrechtler Siegbert Schefke und Friedrich Schorlemmer berichteten von ihren Erlebnissen aus einem Land, dass es heute gar nicht mehr gibt. Ich hatte noch große Angst. Zum einen, weil ich nicht wusste, wie viele Menschen kommen würden. Zum anderen, weil ich befürchtete, dass die Stasi-Leute Gewalt provozieren würden”, berichtet Friedrich Schorlemmer im Interview. Ganz anders bei Siegbert Schefke. Der Journalist schätzte die Situation ganz anders ein: „Die Angst war längst weg. Es war richtig lustig. Die Demo hatte Volksfestcharakter“, erinnert sich Schefke.
Auf Plakaten machten sich die Demonstranten über die DDR-Führung lustig. „Glasnost statt Süßmost“, „Reformen, aber unbeKrenzt“ und viele weitere Sprüche waren auf den Plakaten zu lesen. Das folgende Video der Tagesschau zeigt die Stimmung vor 20 Jahren noch einmal sehr gut.
Aufbruchstimmung, die begeistert
500.000 Menschen erkannten damals den Aufbruch und die Veränderung, die kurz bevorstand. Sie schlossen sich zusammen, gingen auf die Straße und demonstrierten und rissen dabei immer mehr Sympathisanten mit. Aus den anfänglich wenigen Leuten Anfang der achtziger Jahre wurde eine große Volksdemonstration und friedliche Revolution, die mich bis heute begeistert.













