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Nach Dienstschluss gemeinsam sportlich aktiv sein

19. Januar 2011 von Ralf R. Strupat

Eine Betriebssportgruppe ist eine schöne Möglichkeit, um mit Kollegen und Kolleginnen, egal ob beispielsweise als feste Fußballmannschaft oder nur als lockere Gruppe, die einmal in der Woche gemeinsam zum Bowlen geht, näher ins Gespräch zu kommen. Bei dieser Gelegenheit wird oft auch über Privates miteinander gesprochen.

Betriebssportgruppe

So lernen sich die Mitarbeiter untereinander besser kennen und dies kommt auch dem Betrieb zu Gute. Wer sich näher kennt, kann seine Kollegen besser einschätzen. Zudem ist die sportliche Betätigung hilfreich, um Stress abzubauen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Gemeinschaft und Begeisterung stärken

Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals eine breite Palette an Möglichkeiten zum Betriebssport an. Die kann von Aerobic und Handball über das Segeln bis hin zum Drachenboot fahren reichen. Als elftgrößte Betriebssportgruppe in NRW ist hier beispielsweise die Firma Gauselmann zu nennen. Das Unternehmen aus Espelkamp sieht in ihren Betriebssportgruppen zudem eine sehr gute Möglichkeit, um die ausländischen Beschäftigten besser zu integrieren.

So bietet Gauselmann im Kreis Minden-Lübbecke mit vielen Sportarten in der Betriebssportgruppe, in der heute bereits über 1.000 Mitglieder aktiv zusammen Sport treiben, eine tolle Plattform für die gemeinsame Freizeitbeschäftigung. Neben der Gesunderhaltung der Mitarbeiter ist hier noch der positive Nebeneffekt der Identifikation mit dem Unternehmen gegeben.

Spaß und Spiel in der Freizeit verbindet

Wie ich hörte, unterstützen die zuschauenden Mitarbeiter ihre fußballspielenden Kollegen gerne mit dem Schlachtruf: „Steht auf, wenn ihr Gauselmänner seid!“

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können sich die positiven Aspekte zunutze machen – einfach einmal gemeinsam mit den Mitarbeitern überlegen, welche Sportart für die Belegschaft geeignet ist und dann eine Betriebssportgruppe gründen! Ich wünsche all denen, die sich bereits mit Kollegen und Kolleginnen nach Feierabend zum Sport treffen weiterhin viel Spaß und Erfolg!

Bildquelle: benuch – fotolia.com

Wie stellen Sie fest, wie gerne Ihre Mitarbeiter bei Ihnen arbeiten? Sehen Sie es ihnen an der Nasenspitze an oder wissen Sie es aus einem persönlichen Gespräch mit Ihren Mitarbeitern? Sie selbst können bereits im Vorfeld viel dafür tun, dass sich Ihre Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen wohlfühlen. Gehen Sie einmal anhand des Peopledynamix-Modells von Gerhard Maier durch Ihr Unternehmen und notieren sich, ob Sie diese „Arbeitnehmer-Bindungsfaktoren“ berücksichtigt haben. Gerhard Maier unterscheidet die Mitarbeiterbindungsfaktoren in weiche und harte Faktoren. Wir haben die folgenden drei Punkte Arbeitsplatz, Gesundheit – diese gehören zu den weichen Faktoren – und den harten Faktor Wertschöpfungsbeitrag einmal herausgegriffen und möchten diese näher erläutern.

Zufriedenheit fängt beim Arbeitsplatz an

Insbesondere die Gestaltung des Arbeitsplatzes ist wichtig, um den Mitarbeitern ein Wertschätzungsgefühl zu vermitteln. Der Arbeitsplatz soll bedarfsgerecht und ergonomisch gestaltet sein und dem Mitarbeiter müssen die notwendigen Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Auch die Frage nach dem Umgang mit Verbesserungsvorschlägen für den Arbeitsplatz spielt hier eine entscheidende Rolle. Ich selbst habe auch schon einmal erlebt, dass ein Bürostuhl bereits zu einem Politikum werden kann und so die Effektivität eines Mitarbeiters stark gebremst wird.

Beim Thema Gesundheit steht wieder die Ergonomie des Arbeitsplatzes im Vordergrund. Dies ist übrigens nicht nur an Büroarbeitsplätzen wichtig, sondern spielt heutzutage auch in den Produktionsstraßen vieler Automobil- und Maschinenhersteller eine wesentliche Rolle. Um den Zusammenbau von Autos möglichst in einer angenehmen Haltung zu ermöglichen, sind die Arbeitsabläufe komplett rückenfreundlich umgestaltet worden. Die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften sind von Seiten der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers immer einzuhalten. Viele Unternehmen bieten bereits kostenfrei für Ihre Mitarbeiter gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Massagen, Fitness, Wellness oder eine Betriebssportgruppe an. Beispielsweise kenne ich ein Ventiltechnikunternehmen, welches allen Mitarbeitern und deren Familien ermöglicht, kostenfrei das komplette Angebot eines Fitness-Studios zu nutzen. Dieses Angebot findet bei sehr vielen Angestellten und Arbeitern großen Anklang und wird regelmäßig genutzt. So fördert der Betrieb die Gesunderhaltung des Mitarbeiters aktiv, was auch dem Unternehmen zugute kommt.

Beim Wertschöpfungsbeitrag geht es um den Beitrag des einzelnen Mitarbeiters am Unternehmenserfolg. Hier spielt es natürlich eine große Rolle, welche Funktion der Mitarbeiter im Wertschöpfungsprozess einnimmt. Der Arbeitgeber erzielt mit einer angemessenen Unterstützung eine Steigerung der Wertschöpfung des einzelnen Mitarbeiters. Dazu gehören auch die Wertschätzung der eigenen Arbeit sowie die Wertschätzung des Vorgesetzten an der Arbeit. Auch Gerhard Maier sieht beispielsweise in betriebsinternen Informationsveranstaltungen zum Thema Unternehmensentwicklung Potential, um den Wertschöpfungsbeitrag eines jeden einzelnen Mitarbeiters zu stärken. Eine direkte, zeitnahe Meldung über die Erreichung der gesteckten Ziele, beispielsweise nach dem Geschäftsjahr oder nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projektes, gibt allen Mitarbeitern Sicherheit und erhöht die Motivation zur Erreichung von neuen Zielen.

Weitere weiche Faktoren sind:

  • Teamarbeit
  • Mitarbeiterführung
  • Unternehmenskultur
  • Serviceleistungen
  • Familienfreundlichkeit
  • Arbeitseinsatz

 

Zu den harten Faktoren zählen:

  • Mitarbeiterintegration
  • Mitarbeiterbetreuung
  • Gesamtvergütung
  • Personalentwicklung
  • Zieltransparenz
  • Fähigkeiten
  • Karriereperspektiven

Selbstverständlich ersetzt das Abarbeiten der vorstehenden Punkte nicht das persönliche Gespräch mit Ihren Mitarbeitern. Die Liste soll Ihnen hier nur als Arbeitsgrundlage dienen, die Ihnen den Weg zu mehr MitarbeiterBegeisterung in Ihrem Unternehmen erleichtert!

Bildquelle: Franz Pfluegl – fotolia.com

Der demografische Wandel ist in aller Munde! Die erschreckende Erkenntnis: Die Gruppe der Menschen über 50 – die sogenannten Best Ager – ist schon heute die einzig wachsende Zielgruppe. Zudem nimmt die Bevölkerungsdichte ab. Doch wie kann der Handel darauf reagieren, wie bereiten wir uns auf die „neuen“ Kundenbedürfnisse vor? Ein Handlungsbedarf ist ab sofort gefragt, denn gerade in dieser Kundengruppe steckt enormes Potenzial und eine lukrative Kaufkraft.

Wolfgang Ronzal und Ralf Strupat

Zu diesem Thema erlebten im November 2010 rund 40 Gäste einen spannenden und informativen Abend mit dem sympathischen Vertriebsexperten Wolfgang Ronzal im BegeisterungsLand. Zu Gast in Versmold war der charismatische Referent aus Wien, der ein gefragter Experte auf diesem Gebiet (und nicht nur, weil er selbst dieser Zielgruppe angehört) ist.

Wolfgang Ronzal empfiehlt:

„50plus entscheidet Ihr Überleben am Markt. Es wird höchste Zeit. Sensibilisieren Sie vor allem Ihre jüngeren Führungskräfte und Mitarbeiter, gestalten Sie Ihre 50plus-Strategie, entwickeln Sie neue Produkte und Leistungen.“

Seine gesammelten Erfahrungen, was ältere Menschen wirklich wollen und wie Sie Ihr Unternehmen für Ältere fit machen, können Interessierte in seinem Buch 30 Minuten Marketing 50plus nachlesen.
Unsere Quintessenz des Abends: Vorausschau ist gefragt! Bieten Sie Lösungen an, bevor das Problem überhaupt entstehen kann.

… übrigens, das Buch ist auch als Weihnachtsgeschenk bestens geeignet!

In viele Städten und Städtchen in der ganzen Region wurden in der letzten Woche die Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte abgeschlossen. Heute oder in den kommenden Tagen geht es los: Die Bürgermeister und Bürgenmeisterinnen eröffnen die jeweiligen Weihnachtsmärkte und die Aussteller hoffen auch in diesem Jahr wieder auf gute Geschäfte. Wenn auch noch kein Schnee gefallen ist, so spielt doch zumindest die Temperatur mit; drei bis vier Grad machen auf jeden Fall schon mal Lust auf heiße Getränke und Co. Das Highlight auf einigen Weihnachtsmärkten in der Region sind die Eisbahnen; hier wird das volle Programm geboten. Kleine Eislaufshows á la Holiday on ice bringen eine schöne Abwechslung für das Publikum. Selbst Schlittschuhlaufen macht natürlich auch sehr viel Spaß! Probieren Sie es aus, nach wenigen Minuten sind Sie wieder in Balance und können vergnügt einige Runden auf der Eisbahn drehen!

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte bringen schöne Abwechslung in kalter Jahreszeit

Wer noch Anregungen für seine Geschenke braucht, kann sich auf den Weihnachtsmärkten schöne Ideen holen. An den Ständen mit traditionellem Handwerk lässt sich durchaus das eine oder andere aus der Region oder aus aller Welt finden. Ein kleiner Tipp: Gehen Sie doch einmal mit Ihren Kollegen oder vielleicht sogar der ganzen Abteilung auf den Weihnachtsmarkt. Vielleicht in der verlängerten Mittagspause; so kommen Sie auch mit denjenigen Kollegen ins Gespräch, mit denen Sie sonst wenige Berührungspunkte haben. Bei leckeren kulinarischen Spezialitäten und einem heißen Winter-Apfelsaft (natürlich alkoholfrei!) können Sie so einiges erfahren, was im Betrieb unausgesprochen bleibt. Schreiben Sie mir gerne, ob auch Sie mit Ihren Kollegen und Mitarbeitern einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt planen!

 Bildquelle: LianeM – Fotolia.com

Jetzt ist es bald soweit, mein neues Buch „Der Eiertanz“ wird morgen veröffentlicht – ich freue mich schon darauf! Bestellen Sie Ihr persönliches Exemplar und lesen, was es mit den 7 Ks auf sich hat. Das erste K beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Kommunikation und dessen Bedeutung als wichtigstes Führungsinstrument. Kommunikation ist ein überaus spannendes Thema, welches uns jeden Tag aufs Neue begegnet. Haben Sie einmal darüber nachgedacht, ob Sie alles genauso verstehen, wie es Ihr Gesprächspartner gesagt hat? Dass Sie das Gesagte gehört haben, davon gehe ich aus. Wie ist das gesprochene Wort bei Ihnen angekommen und wie interpretieren Sie es? Das ist doch viel spannender zu erfahren. In einem kurzen Auszug aus meinem neuen Buch möchte ich auf diese Thematik eingehen:

„ …1. Kommunikation

Ihr wichtigstes Führungsinstrument ist das Wort. Geführt wird durch reden, durch kommunizieren. Wenn Sie es schaffen, Ihre Mitarbeiter im Gespräch wirklich zu erreichen, die Anliegen Ihres Gegenübers zu verstehen und Ihre Anliegen deutlich rüberzubringen, ist viel gewonnen. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn Kommunikation ist weit komplizierter, als wir uns im Alltag häufig klarmachen. Sie sagen beispielsweise ganz neutral (wie Sie meinen): «Frau Meyer, Sie denken dran, dass das Protokoll heute fällig ist, oder!?», und Frau Meyer ist zwei Tage verschnupft, weil sie sich von Ihnen «gemaßregelt» fühlt. Oder Sie selbst sind verärgert, weil Mitarbeiter Müller Ihnen eine Information über Tage schuldig bleibt, obwohl Sie ihn doch gebeten haben, sich «gleich» darum zu kümmern. Die häufigste Form der Kommunikation sei das Missverständnis, hat ein kluger Mensch einmal behauptet. Das liegt vor allem daran, dass wir weit weniger «sachlich» und «rational» sind, als wir alle gern glauben.

Kommunikationswissenschaftler gehen davon aus, dass die Sachebene unser Miteinander nur zu etwa einem Siebtel bestimmt. Gefühle und Emotionen, unausgesprochene Erwartungen und Einstellungen prägen dagegen die Beziehungsebene, auf deren Konto der Löwenanteil unserer Reaktionen geht. Dass dieses «Eisbergmodell» der Kommunikation tatsächlich stimmt, merkt an immer dann, wenn man «vernünftig» mit jemandem reden möchte, zu dem die Beziehung nicht stimmt. Ein gutes Verhandlungsergebnis zwischen zwei Geschäftspartnern, die sich zutiefst unsympathisch sind oder die sich misstrauen, ist fast unmöglich, da mögen die ausgetauschten Argumente noch so stichhaltig sein. Und wenn Frau Meyer findet, dass Sie ohnehin zu viel kontrollieren, reagiert sie auf eine arglos gemeinte Bemerkung eben allergisch. 

Kommunikation

 Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Studie der Psychologin Claudia Eilles-Matthiesen, die über hundert Berufstätige Tagebuchprotokolle nach Chefgesprächen führen ließ. Ergebnis: «Jedes fünfte Gespräch (…) löst negative Gefühle wie Angst oder Selbstzweifel aus und wird als selbstwertbedrohlich erlebt.» Wenn Sie also mit jedem Ihrer Mitarbeiter ein Gespräch pro Tag führen, ist die Gefahr groß, dass er eines pro Woche davon als «kränkend» empfindet. Da reichen meiner Erfahrung nach oft kleine Kommentare oder Gesten, die einem fast unbemerkt durchrutschen – ein Augenverdrehen, ungeduldiges Abwinken oder eine ironische Bemerkung. Ich kenne den Fall eines Junganwalts, der in einer Frankfurter Großkanzlei seine Kündigung einreichte, nachdem der Chef ihn nach einigen superstressigen Monaten freitags gegen 17 Uhr im Mantel vor dem Fahrstuhl antraf. Eine spöttische Bemerkung des Vorgesetzten – «Ich wusste gar nicht, dass Sie einen Halbtagsjob haben, Herr Sowieso» – brachte das Fass zum Überlaufen.

Weil das Thema Kommunikation im Führungsalltag so enorm wichtig ist, finden Sie im nächsten Kapitel ausführliche Tipps dazu («So reden Sie am besten mit Ihrer Mannschaft», Seite 129ff.). Daneben hilft einem schon das Bewusstsein für die Untiefen der Kommunikation, das einen vorsichtiger formulieren und eher mal ein klärendes Gespräch suchen lässt. Verbessern Sie Ihre Kommunikationsstärke auch durch regelmäßige Fortbildungen. «Richtig miteinander reden» lernt man während der üblichen Ausbildung kaum. 

2. Konsequenz

Halten Sie sich an Regeln, die Sie aufgestellt haben, und zwar kom promisslos. Wer heute so und morgen anders verfährt, wer in ähnlichen Situationen ganz verschieden reagiert oder von den Mitarbeitern unterschiedliches Verhalten verlangt, wird in ihren Augen unberechenbar. Ein Extrembeispiel für Inkonsequenz sind tyrannische Chefs. Wenn Sie selbst einmal das Vergnügen hatten, für jemanden zu arbeiten, der Sie gestern als «totale Niete» beschimpfte und heute bei ähnlichen Ausgangsbedingungen über den grünen Klee lobt, kennen Sie den Effekt dieses Verhaltens: Man stumpft ab …“

Freuen Sie sich auf die weiteren 6 Ks und deren Bedeutung! Dies und noch viel mehr in meinen neuen Buch “Der Eiertanz” – Bestellen Sie Ihr Exemplar noch heute.

Bildquelle: hpunkt.de-Fotolia.com

„Ruhe im Karton“ ist keine MitarbeiterBegeisterung!

12. November 2010 von Ralf R. Strupat

Das Thema MitarbeiterBegeisterung entfacht in mir immer wieder ein Feuer der Begeisterung; dieses Thema treibt mich mit voran. Erfahren auch Sie in meinem neuen Buch „Der Eiertanz“, das am 18. November erscheint, mit welchen Fragen und Methoden Sie messen können, wie begeistert Ihre Mitarbeiter sind. Wie sieht es beispielsweise mit der Loyalität Ihrer Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen aus? Mögen Ihre Mitarbeiter ihre Arbeit? Bestellen Sie Ihr Buchexemplar jetzt schon vor und freuen sich darauf, bald zu erfahren, woran Sie MitarbeiterBegeisterung in Ihrem Unternehmen erkennen! Dazu vorab eine kurze Passage aus meinem neuen Buch:

 „… Bei Runners Point ist es der «Sportsgeist» im doppelten Wortsinne, der die BeGEISTerung fürs Laufen und Werte wie Fairness, Kollegialität, ambitionierte Ziele zur gelebten Alltagsphilosophie macht. MitarbeiterBegeisterung speist sich also aus zwei Quellen: Ein motivierender Geist ist wie der stetige Wind, der das Unternehmensschiff dauerhaft voranbringt. Begeisterungsmomente sind die frischen Windstöße, die ihm zusätzlich Schub geben und auch mal aus einer Flaute heraushelfen können.

Wie begeistert sind Ihre Mitarbeiter?

Vielleicht gehören Sie zu den Lesern, die bis hierher die eine oder andere Anregung mitgenommen haben, aber im Grunde denken: «Bei uns läuft es doch eigentlich ganz gut!» Herzlichen Glückwunsch! Nur: Was heißt «eigentlich»? Regt sich da etwa leiser Zweifel? Erfahrungsgemäß schätzen Vorgesetzte die Situation im eigenen Verantwortungsbereich oft positiver ein als ihre Mitarbeiter. Fragt man Chefs, ist die Stimmung prima, fragt man ihre Leute, runzeln diese die Stirn. Professor Walter Bungard vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationspsychologie der Universität Mannheim hat Selbsteinschätzungen von Vorgesetzten mit Einschätzungen ihrer Mitarbeiter verglichen.

Der Eiertanz

Danach halten sich beispielsweise nur 29 Prozent der Chefs für autoritär, aber 70 Prozent der Mitarbeiter schätzen ihren Vorgesetzten als autoritär ein. «Den Mitarbeitern werden ihre Aufgaben/Ziele sorgfältig erläutert», sagen 75 Prozent der Chefs, doch nur 50 Prozent der Mitarbeiter. Und eine «Entscheidungsbeteiligung der Mitarbeiter an Vorgesetztenentscheidungen» sehen gar nur 7 Prozent der Mitarbeiter, aber 79 Prozent der Chefs.

Dass jeder bei einer solchen Befragung die Welt durch die eigene Brille sieht, sei dahingestellt. Dennoch wiegt sich mancher Chef in Sicherheit, solange die Kunden nicht in Scharen ausbleiben und die Mitarbeiter nicht meutern. Und echte BeGEISTerung für das Unternehmen ist etwas anderes als Ruhe im Karton oder laue Gleichgültigkeit. Woran erkennen Sie MitarbeiterBegeisterung? …“

Freuen Sie sich auf die nächsten kurzen Passagen aus meinem neuen Buch in den kommenden Tagen!

Bildquelle: Patrizia Tilly – Fotolia.com

Am 18. November ist es soweit – dann wird mein neues Buch „Der Eiertanz“ veröffentlicht. Sie können das Buch bereits jetzt vorbestellen, klicken Sie einfach auf Bestellung und freuen sich auf die baldige Lieferung Ihres Exemplars! Damit die Wartezeit nicht allzu lang wird, möchte ich Sie vorab mit einigen kurzen Auszügen beGEISTern.

Mitarbeiterbegeisterung

Dass MitarbeiterBegeisterung in allen Unternehmen wichtig ist, egal ob kleine- oder mittelständische Unternehmen oder weltweit tätige Konzerne, ist für jeden einfach zu verstehen. Dazu eine kurze Passage aus meinem neuen Buch:

…Im Folgenden zunächst vier naheliegende Gründe, warum Sie als Chef ein großes Interesse an begeisterten Mitarbeitern haben sollten:

1. Sie brauchen Mitarbeiter, die mitdenken.

2. Sie brauchen Mitarbeiter, die Kunden begeistern.

3. Sie haben kein Geld zu verschenken.

4. MitarbeiterBegeisterung bereichert auch Ihr Arbeitsleben.

 

Schauen wir uns diese Gründe näher an.

 

Grund 1: Mitarbeiter, die mitdenken

Unstrittig ist, dass unsere Arbeitswelt in den letzten Jahren immer komplexer geworden ist. Neue technische Möglichkeiten, etwa Computer und Internet, haben Prozesse enorm beschleunigt. Immer mehr «einfache» Tätigkeiten werden automatisiert, und die verbleibenden Arbeitsplätze stellen höhere Anforderungen an die Mitarbeiter als früher. Jeder Kfz-Mechaniker muss heute mit digitalen Messgeräten umgehen können, wer im Baumarkt arbeitet, die komplizierte Lagerlogistik beherrschen. Gleichzeitig sind die Kundenansprüche gewachsen. Vor fünfzig Jahren hatte der Kunde die Auswahl in einem überschaubaren Heimwerkersortiment, heute erwartet er passgenaue Lösungsangebote aus einem Riesenangebot. Die lassen sich nicht in der Chefetage vorplanen und von oben diktieren. Kurz: Sie brauchen mitdenkende (zum Mitdenken bereite!) Mitarbeiter. Wer innerlich gekündigt hat, befindet sich auf der Arbeit allerdings meist auch im «Denk-Streik», und wer Dienst nach Vorschrift schiebt, tut nur das Nötigste.

 

Umgekehrt gilt: Wer Spaß an seiner Arbeit hat, denkt sogar besser! Forscher der Harvard Business School fanden unlängst heraus, dass gute Stimmung am Arbeitsplatz sich positiv auf Engagement, Arbeitsqualität und Produktivität auswirkt – sogar mit einer gewissen Langzeitwirkung: «Wer gute Laune hat, ist zum Beispiel noch einen Tag später signifikant kreativer», heißt es im «Harvard Business Manager».

 

Grund 2: Mitarbeiter, die Kunden begeistern

Rufen Sie sich bitte kurz in Erinnerung, wann Sie selbst als Kunde das letzte Mal richtig begeistert waren. Woran lag das? Am tollen Produkt oder am tollen Service? Begeistert sind wir in der Regel dann, wenn wir positiv überrascht werden – wenn wir als Kunden…

 

Freuen Sie sich auf weitere Auszüge in den kommenden Tagen!

Bildquelle: Mark Stout – Fotolia.com

Wir alle fühlen uns in der sogenannten Komfortzone wohl, denn hier ist uns das Leben vertraut. In dieser Zone brauchen wir keine Angst haben, besteht sie doch aus ganz viel Routine, die uns nur zu vertraut ist. Vertraute Abläufe sind bequem und risikolos, manchmal allerdings auch langweilig und starr, findet ein Mensch in dieser Zone doch kaum geistige Erweiterung oder eine Art von mentalem Wachstum. Alles verläuft immer gleich; zuhause in der Partnerschaft ebenso wie im Arbeitsalltag. Eigentlich ist jeder Tag so wie der vorherige – und der nächste wird wieder so werden wie der vergangene Tag! Wer so lebt, kann sehr leicht den Anschluss im Beruf verpassen oder die menschliche Neugierde auf Neues aufs Spiel setzen.

veraenderung

Seien Sie doch mal wieder mutig und verlassen die bewährte „Tretmühle“ – trauen Sie sich Veränderungen zu.

Veränderungen positiv wahrnehmen und neue Begeisterung versprühen

Vertreten Sie in Gesprächsrunden doch einmal Ihre Meinung, argumentieren Sie ruhig einmal leidenschaftlicher für eine Sache oder melden sich beispielsweise bei der Volkshochschule zu einem Kurs in Business-Englisch an. Entwickeln Sie sich weiter und treten in die sogenannte Lernzone ein; hier erwartet Sie Neues und Spannendes, das Ihr Leben auf jeden Fall bereichern wird. Lernen Sie so ungewohnte Situationen zu meistern und erweitern Sie den eigenen Horizont. Erleben Sie, wie aufregend es sein kann, wenn außergewöhnliche Situationen erlebt und „überlebt“ werden.

Wieder aufblühen und neue Wege erschließen

Menschen blühen durch das Hineingleiten in die Lernzone auf und erfinden sich oft ganz neu. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Ausstrahlung und das Verhalten dieser Personen, ganz gleich, ob es sich hier um Mitarbeiter oder Vorgesetzte handelt. Die erlebten Erfolge lassen diese Menschen offener werden und sie füllen auch ihren Job mit neuer Begeisterung. Übrigens haben Personen, die sich in der Lernzone wohl fühlen und sich dort „ausbreiten“, dann auch eine vergrößerte Komfortzone! Probieren Sie es doch einfach einmal aus – wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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Die Lust aufs Einkaufen vergeht vielen Menschen, wenn sie die leeren Pfandflaschen im Geschäft im Pfandflaschenrücknahmeautomaten entsorgen müssen. Selbst bei den gekoppelten Automaten, sprich oben Einzelflascheneingabe und unten Kisteneingabe, ist es eine Zumutung, denn aus der Flascheneinführöffnung dringt immer wieder erbärmlicher Geruch hervor.

Kundenzufriedenheit und schlechter Geruch passen nicht zusammen

Die Tricks, möglichst weit vom Gerät entfernt die leere Flasche in die Öffnung zu „werfen“ oder sich neben das Gerät zu stellen, um nicht unmittelbar diese fiese Luft einzuatmen, sind oft nicht erfolgreich, da der Automat viele Flaschen erst nach dem zweiten Hineinstecken annimmt und weitertransportiert – so wird „der Verbraucher doch wieder vors Loch geschoben“! Warum wird gegen diesen schlimmen Geruch nichts unternommen oder mal ein geeigneter Reiniger zum Einsatz gebracht?

Pfandflaschen

Letzte Woche hatte ich ein Gespräch über Kundenzufriedenheit und Kundenbindungsmaßnahmen, in dem diese Problematik auch zur Sprache kam. Mein Gesprächspartner erzählte mir folgende Begebenheit: Er hat bei einem seiner letzten Einkäufe den Marktleiter des Discounters auf das Problem des stark unangenehm riechenden Flaschenautomaten angesprochen. Anstatt Verständnis zu zeigen und seine Beschwerde erst zu nehmen, tat er sie mit einer abwertenden Handbewegung ab und erwiderte „Glauben Sie es geht mir anders, wenn ich Flaschen da rein stecke?“

Nein natürlich nicht, das war dem Kunden schon klar, darum ging es ja auch gar nicht. Auf Nachfrage, ob es keine Möglichkeit gibt, diesen Geruch abzustellen, die Boxen mit den geschredderten Flaschen und den stinkenden Resten von Flüssigkeiten früher auszutauschen oder zwischendurch eine Reinigung laufen zu lassen, kam die Antwort „ Der Automat zeigt automatisch an, wenn die Behälter voll sind. Vorher läuft da mit Austauschen gar nichts. Das ist übrigens in allen Filialen so. Sie können ja nachfragen.“

Na vielen Dank für diese Info! Ist es denn wirklich normal, dass Kunden mit üblem Geruch „belästigt“ werden und dieses hinnehmen müssen? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann schreiben Sie mir gerne einen Kommentar.

Bildquelle: deepblue4you – iStockphoto.com

Auch im Oktober habe ich wieder eine kleine Hotelgeschichte für Sie parat. Lesen Sie, was Personen  so alles passieren kann, die sehr viele Nächte pro Jahr in den unterschiedlichsten Hotels der Republik übernachten.

Für ein Führungskräfte-Coaching buchte unser Kunde in einem Hotel einen Tagungsraum für das Seminar und für mich ein Hotelzimmer zum Übernachten. Abends vor dem Seminar angereist war ich angenehm überrascht – das Hotel entpuppte sich als ein Wellness Tempel mit vielen kleinen schönen Details und einer offenen Erklärung an seine Kunden.

Hotel Leistungen

Hommage an Gäste

Für ein Familienhotel eine tolle Leistung. Schon schlich sich bei mir der Gedanke ein, eventuell zukünftig bei meinen Aufenthalten in Rostock das Hotel zu wechseln und in diesem Hotel „zu bleiben“. … bis, ja bis die ENT-Täuschung kam – an der Rezeption fragte ich nach 12 weißen DIN A4 Kopierpapierblättern. Gerne wurde meinem Wunsch entsprochen …mit der Frage, ob das Kopierpapier auch auf die gleiche Rechnung wie der Tagungsraum gebucht werden solle. Auf meine erstaunte Nachfrage „Wieso Rechnung?“ erklärte mir die Mitarbeiterin des Hotels, das jedes Blatt Papier mit 25 Cent berechnet werde! WOW. Ich fragte zur Sicherheit noch mal nach und die Mitarbeiterin bestätigte den Preis – „Wie für ein Fax eben“. Natürlich kommentierte ich den Wucherpreis mehr als verärgert. Rechnen Sie bitte einmal nach! Was bezahlen Sie für ein Blatt Kopierpapier – wir ca. 0,9 Cent!

So wird ein begeisterter Kunde zum enttäuschten Kunden

Diese Verärgerung habe ich natürlich sofort meinem Kunden mitgeteilt. Und dann passierte etwas typisches: Ab diesem Zeitpunkt „entdeckten“ wir viele weitere Argumente GEGEN das Hotel – wer suchtet, der findet – und kamen zu dem Schluss „auch nur Standard – Empfehlung ausgeschlossen“! Zur Ehren-Rettung des Hotels sei noch erwähnt, dass uns beim Auschecken ein junger Mann kurz informierte, dass KEINE Berechnung für das Kopierpapier erfolgen werde und sich entschuldigte. Okay, wir waren etwas versöhnt – nur, eine gute Reklamationsbearbeitung, die uns durchaus noch einmal zu Fans hätte machen können, wurde versäumt!

Sehen Sie – wir scheitern eben oft an Kleinigkeiten und das schwächste Glied einer Servicekette entscheidet darüber, ob ein Gast auch zukünftig Gast sein wird.