Archiv für die Kategorie „Kundenservice“

Kaufabsichten führen nicht immer zum gewünschten Ergebnis

1. September 2010 von Ralf R. Strupat

Vor ein paar Tagen wurde mir folgendes Erlebnis geschildert: Aus meinem Bekanntenkreis entschloss sich ein Familienvater, nach einem neuen Auto Ausschau zu halten. Die Familie fährt jetzt einen VW Sharan und interessierte sich für einen Mercedes Kombi. Nun fährt der Ehemann also zum Mercedes Automobilhändler in seinem Wohnort und trägt einem engagierten Verkäufer sein Anliegen vor. Es scheint alles klar zu sein und auch einer Probefahrt in einem Vorführmodell mit der gewünschten Motorisierung steht nichts mehr im Wege – so scheint es.

Erlebnis Autokauf

Also machen sich die beiden auf den Weg ins Außengelände, wo sich der Wagen befand. Der Verkäufer übergibt den Wagenschlüssel an den Interessenten; der setzt sich hinters Steuer und stellt sich den Fahrersitz ein, da schwingt die Beifahrertür auf und der Autoverkäufer setzt sich auf den Beifahrersitz. Ein unverständlicher Blick des potentiellen Autokäufers trifft auf den Beifahrer, der sich daraufhin folgendermaßen äußert: „Probefahrten von Interessenten, die bislang eine Fremdmarke fahren sind, werden bei uns nur gestattet, wenn ein Verkäufer an der Probefahrt teilnimmt!“ Auf die Frage „Warum denn dieses?“ wird dem total perplexen Familienvater nur geantwortet „Das ist eine Anordnung der Geschäftsleitung. Ich weiß auch nicht so genau, warum wir so verfahren sollen!“
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Kundenbegeisterung total verfehlt

Da hat der Kaufinteressent den Schlüssel aus dem Schloss gezogen, ist ausgestiegen und hat dem jungen Autoverkäufer diesen wieder in die Hand gedrückt. „Ich denke, dass ein Mercedes aus diesem Autohaus doch nicht das richtige Fahrzeug für mich und meine Familie ist. Vielen Dank für die Mühe!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Mann und fuhr mit seinem VW Sharan direkt zu einem anderen Autohaus. …als kleine Anmerkung darf ich noch hinzufügen, dass die Familie jetzt stolzer Besitzer eines Audi A6 Avant ist. Kundenbegeisterung und Neukundengewinnung sieht wirklich anders aus!

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!

24. August 2010 von Ralf R. Strupat

Immer wieder mache ich die Erfahrung, das bereits ganz einfache Gesten, wie beispielsweise ein kurzes Telefonat oder eine kleine Karte, um mitzuteilen, dass der gewünschte Artikel im Laden zur Abholung bereit liegt, in Sachen Kundenbindungs-maßnahmen schon viel bewirken. Der Aufwand für solche Mitteilungen sind minimal, aber so zeigen Sie Ihren Kunden bereits mit einfachsten Mitteln, das sie Ihnen wichtig sind und Sie sich gerne um ihre Wünsche kümmern. Egal, um welche Branche es sich handelt, es gilt immer: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Dabei geht es nicht um den Wert, sondern um die Geste, die damit verbunden wird.

Kundenbindung mit Herz

Besonders nett finde ich beispielsweise das Weihnachtsgeschenk eines befreundeten Apothekers an seine Kunden. Jedes Jahr lässt er einige hundert Handcremes weihnachtlich verpacken und verzieren, um diese dann in der Adventszeit an die Kundschaft zu verschenken. Alle Kunden wissen bereits aus den Vorjahren, was sich in den Päckchen befindet – freuen sich aber immer wieder über diese kleine Aufmerksamkeit. Und genau das macht es doch aus! Die kleinen Dinge im Leben, die uns aber immer wieder sagen: Du liegst mir am Herzen und bist mir wichtig!

Begeisterung über eine Scheibe Fleischwurst

©-hs-creator---Fotolia

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Probieren Sie das mal aus – Sie werden sehen, mit wie wenig Aufwand Sie hier bereits eine Menge bewirken können. … denken Sie einfach an Ihre Kindheit zurück; damals wollten Sie mit Ihrer Mutter doch auch immer wieder in der Fleischerei einkaufen, wo es eine frische Scheibe Fleischwurst auf die Hand gab! Das kann übrigens durchaus als Kundenbindungsmaßnahme für die Zukunft betrachtet werden. Schreiben Sie mir gerne und berichten von Ihren Kindheitserlebnissen beim Einkaufen!

Verwandeln Sie Kunden in begeisterte Kunden

20. August 2010 von Ralf R. Strupat

„Die beste und teuerste Werbekampagne lohnt nicht, wenn sie ihr Ziel verfehlt.“ – Diesen Satz las ich vor einigen Tagen bei Recherchearbeiten im Internet. Und der ist bei mir haftengeblieben; ich habe mir dazu mal so meine Gedanken gemacht. Für ortsansässige Einzelhändler, Handwerker aber auch für Betreiber von Internet-Shops und auch für große Filialisten gilt im Grunde noch immer eines: Die beste und persönlichste Art für sich zu werben, ist es immer noch, aus zufriedenen Kunden aktive Empfehler für neue Kunden zu machen. … und diese Art der Werbung ist auch noch die günstigste!

Gefällt mir-Button drücken!

Ob als „Mund-zu-Mund-Propaganda“ oder als „Gefällt mir-Button“ – begeisterte Kunden haben heutzutage überall die Möglichkeit, Freunden, Bekannten und Verwandten mitzuteilen, welche Produkte oder Dienstleistungen ihnen gefallen und welche sie anderen Menschen mit gutem Gewissen weiterempfehlen können. Eine nette Begrüßung im Geschäft, echtes Interesse am Kunden und an seinem Kaufwunsch sowie kompetente Fachberatung und ein freundliches „Auf Wiedersehen Frau Meyer“ sind unerlässliche Voraussetzungen, um aus „einfachen Kunden“ begeisterte Kunden zu machen.

©-Robert-Kneschke---Fotolia.com

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Motivierte Verkäufer auf den ersten Blick erkennen

Bei Kundenbefragungen wurde zudem herausgefunden, dass Kunden erheblichen Wert auf Verkaufspersonal legt, welches Freude am ausgeübten Beruf ausstrahle, ehrlich dem Kunden gegenüber sei, Authentizität ausstrahlen und den Kunden als Mensch wahrnehmen würde. Ehrlich gemeinte Äußerungen kommen beim Kunden auch so an; aufgesetzte, gespielte Freundlichkeit dagegen wird instinktiv vom Verbraucher erkannt und abgestraft. Gerade im Bereich der Reklamationsbearbeitung müssen Mitarbeiter so geschult werden, dass sie fähig sind, eine „Kaufenttäuschung“ in eine „Umtausch-Begeisterung“ zu verwandeln. Wenn Sie auf diesem Gebiet bereits Erfahrungen gesammelt haben, dann schreiben Sie mir gerne einen Kommentar!

“Wir lieben Lebensmittel” – diese Werbekampagne von EDEKA gibt es bereits seit einigen Jahren, doch auch die neuen Spots lassen in der Kreativität nicht nach. Es ist einfach klasse, in welch einfachen Worten und mit welch simpler Idee diese Werbefilme kreativ und witzig umgesetzt werden. In jedem Spot wird in wenigen Minuten eine andere kleine Einkaufsgeschichte erzählt. Immer sind diese kleinen Anekdoten zum Schmunzeln und ich finde es wunderbar, dass normale Menschen wie ich und du die Hauptrollen in diesen Spots spielen.

200 g Leberwurst für Herrn Müller

So kann sich jeder in die Situation hineinversetzen und fühlt sich gleich gut aufgehoben. Die EDEKA-Spots sind eine meiner Lieblingswerbekampagnen im Fernsehen, da es hier um Mitarbeitermotivation, Begeisterungsfähigkeit und Freude am Verkaufen geht. Wer sich mal im Netz umschaut, findet auch andere begeisterte Blogger, die sich über die “Wir lieben Lebensmittel”-Kampagne von EDEKA ausgelassen haben. In einem schönen Beitrag von Michael Blanz habe ich eine tolle Deutung der Werbespots gefunden:

  • Die Mitarbeiter sind Experten in ihrem Bereich.
  • Die Mitarbeiter stehen zu 100 % hinter den Produkten, die sie verkaufen.
  • Es ist stets ein Erlebnis bei EDEKA einzukaufen.
  • Die Mitarbeiter kennen nicht nur den Kunden und seine Wünsche, sondern lieben ihre Kunden.

Fazit: Aus “Wir lieben Lebensmittel“ wird “Wir lieben unsere Kunden”

Full Service – das war gestern!

12. Juli 2010 von Ralf R. Strupat

Full-Service? Fast alle Billig-Fluggesellschaften haben den Service gestrichen! Und auch Air Berlin, die größte deutsche Fluggesellschaft, lässt richtig nach! Jedes Extra wird auch extra bezahlt und das nicht zu knapp! Engere Sitzreihen, weniger Platz, mehr Passagiere in der Kabine sind keine Ausnahme, sondern bei allen Billigfliegern an der Tagesordnung. So habe ich das live erlebt beim Rückflug von Faro (Portugal) nach Deutschland.

Service-Wüste in der Luft

Einige Fluggäste waren entsetzt über die extrem langen Wartezeiten an den Flug-Schaltern und in der Halle. Die Gebühren für Übergepäck werden bereits ab 1 kg Zusatzgepäck berechnet, da heißt es beim Packen: Geschickt überlegen, was wirklich gebraucht wird! Gebühren für die Sitzplatzreservierung, und und und – da ist der Flug eigentlich gar nicht mehr so günstig wie vorher angenommen. Und vom Service am Bord wollen wir gar nicht sprechen – da war die Kaugummi kauende Stewardess nur das Sahnehäubchen!

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Versteckte Kosten, die erst auf den zweiten Blick auffallen, mangelnder Flugkomfort und dann auch noch ein mühsames Stornieren des Fluges – alles in allem muss das Nervengerüst noch gut in Takt sein, sonst ist ein Verzicht auf das Fliegen das einzig Vernünftige. Wer billig fliegen will, der darf keine Ansprüche stellen, sondern muss damit zufrieden sein, im Flieger überhaupt sitzen zu können. Denn auch in diese Richtung hat es ja schon Überlegungen gegeben. Sitzplätze abschaffen und zu Stehplätzen umwandeln; für den Toilettengang zahlen und zwar jedes Mal!

Schlechter Ruf für Billigflieger

Die Stiftung Warentest hat zehn Billigflieger getestet. Die neuste Untersuchung eines Marktforschungsinstituts bescheinigt einigen einen schlechten Ruf. So erhielten Ryanair, Easyjet, Germanwings und Condor im Prüfpunkt Preistransparenz ein “Mangelhaft”.
Laut Stiftung Warentest ist günstiges Fliegen nach wie vor möglich. Jedoch tricksen einige Airlines immer noch bei der Preisangabe. Zusatzangebote, wie bevorzugtes Einsteigen oder diverse Versicherungen waren bei der Online-Buchung weiterhin voreingestellt. Die Airlines locken mit billigen Preisen, die nach dem Buchen oft in die Höhe schnellen.

Wenn jemand seinen Flug nicht antreten kann, hat er kaum Möglichkeiten, sein Geld zurückzuerhalten. Durch hohe Gebühren ist Umbuchen meist nicht lohnenswert und Informationen zum Stornieren von Flügen suchen Sie auf vielen Webseiten vergeblich. Dabei sind die Fluglinien verpflichtet, Steuern und Gebühren einer nicht angetretenen Flugreise zurückzuerstatten.

Nach wie vor gilt: Wer früh genug bucht und keinen Service erwartet, der kann preiswert ans Ziel kommen – und dies meist auch pünktlich. Alle anderen werden von den Billig-Airlines enttäuscht sein!

Das Traditionsunternehmen Halloren-Pralinen aus Halle an der Saale hat speziell für die Hochzeit der schwedischen Königstochter Victoria drei verschiedene Pralinen in den Geschmacksrichtungen Blaubeer, Preiselbeer und Nuss-Nougat entwickelt, die es für eine begrenzte Zeit ausschließlich auf dem schwedischen Markt zu kaufen geben wird.

Halloren-Pralinen aus Deutschland sollen den Schweden die Hochzeit ihrer Kronprinzessin versüßen. Das Unternehmen erwartet von dieser Aktion nicht nur eine Umsatzsteigerung, sondern vor allem auch einen Imagegewinn über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Deutsche Schokoladenprodukte sollen den schwedischen Genießer begeistern

Deutschlands älteste Schokoladenfabrik ist vor allem für seine schokoladenumhüllten Kugeln aus Sahne- und Kakaocreme bekannt -- die Halloren-Kugeln. Neben den berühmten Kugeln fertigen die Hallenser aber unter anderem auch Pralinen, Schoko-Riegel, Schoko-Becher sowie Weihnachtsmänner und Osterhasen. Übrigens werden auch die leckeren Mövenpick Schokoladen und Pralinen in Ostdeutschland produziert.

Insgesamt stellt Halloren mit rund 500 Mitarbeitern mehr als 180 Schokoladenprodukte her. Das börsennotierte Unternehmen verbuchte im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einen Rekordumsatz und erzielte auch im ersten Quartal 2010 ein zweistelliges Wachstum.

Obwohl Deutschlands älteste Schokoladenfabrik, zeigt sich das Unternehmen keinesfalls „verstaubt“ – ein Facebook Account ist bereits eingerichtet und auf der Unternehmens-Website als Button sichtbar dargestellt. Einfach mal anklicken und sehen, was sich auf dem Account so tut!

Kundenbegeisterung auf dem Lande

16. Juni 2010 von Ralf R. Strupat

Dieser Artikel stammt von meiner Kollegin Jennifer Zacher, die vor einigen Tagen den neuen Hofladen der Fleischerei Reinert hier in Versmold besucht hat. Meine Eltern sind auch absolute Fans und kaufen regelmäßig dort ein. Kundenbegeisterung “auf dem Lande” – live aus Versmold.

“Weil wir Wurst lieben” lautet der Slogan der Privat-Fleischerei Reinert. Dies ist mir noch einmal ganz besonders bewusst geworden, als ich in der vergangenen Woche die neue Hof-Fleischerei von Reinert in Versmold besucht habe. Ich bin wirklich begeistert! Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass der Laden hier im letzten Monat eröffnet wurde, aber ich war ja auch im Urlaub und keine echte Versmolderin. Außerdem findet die offizielle Eröffnungsfeier erst übermorgen statt, noch ist es also nicht zu spät!

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Der Charme einer Hof-Fleischerei auf dem Lande

Die Hof-Fleischerei bietet wirklich einen besonderen Charme. Wo gibt es noch einen solch traditionellen Ansatz, dass die Waren direkt nebenan in der ursprünglichen Art und Weise verkauft werden? In einer Pressemeldung von Reinert heißt es:

“An der Bedienungstheke, die ausschließlich mit Fachkräften besetzt ist, und im Selbstbedienungsbereich können die Kunden Reinert’s beliebte Wurst- und Schinkenwaren sowie Frischfleisch und Grillprodukte mit kompetenter und persönlicher Beratung kaufen. Neben den bekannten Reinert-Produkten hält die Hof-Fleischerei auch immer ein paar ganz besondere Leckerbissen bereit. Dazu gehören tagesfrische Fleischwurst, frische Mettenden und andere hausgemachte Produkte.”

Neben der Tradition steht also auch die Qualität im Vordergrund. Qualität in Hinblick auf die Produkte, aber auch hinsichtlich der Beratung. Gerade dieser persönliche Service, der ein wenig an die guten Alten Zeiten á la “Tante Emma” erinnert, macht den Besuch im Hofladen zu einem Einkaufserlebnis der besonderen Art.

Auch einige unserer Kunden und Partner im Begeisterungsland haben schon begeistert berichtet. Unsere Buchhändlerin aus dem Ort hat erzählt, dass ihr Mann sogar Reinert-Produkte mit nach Tokyo genommen hat. Vom Lande in die große weite Welt – mit viel Charme und erstklassiger Qualität verschafft sich die Begeisterung schnell Raum …

Rollentausch: Meine Erfahrung als Kassierer

2. Juni 2010 von Ralf R. Strupat

Im vergangenen Jahr habe ich hier im Blog von einer Kunden-Erfahrung der besonderen Art an der Supermarkt-Kasse berichtet. Eine Leserin hat den Beitrag vergangene Woche kommentiert:

Bei uns wird regelmäßig eine verdeckte Kontrolle gemacht, ob die Kassiererinnen freundlich sind. Dafür bekommen wir Noten. Deshalb sind wir stets bemüht, freundlich zu sein und mit Freude an der Kasse zu sitzen … klar hat man auch mal einen schlechten Tag, aber dann versuche ich wenigstens, mir das nicht anmerken zu lassen.. die Kundschaft wird es einem danken.

Diese Einstellung hatte ich bei meiner Supermarkt-Erfahrung im letzten Sommer vermisst. Dabei weiß ich, wie anstrengend dieser Job ist. Vor kurzem habe ich selbst einige Zeit im tollen EDEKA-CORD-Markt in Lotte an der Kasse gesessen …  meine absolute Hochachtung für den Job! Echt, ich war schon im Stress, wenn nur 2-3 Kunden warten mussten! Und dann gibt es ja auch die unglaublichsten Kunden, die einem die Arbeit auch nicht leicht machen. Hier mal ein kleines “Beweis-Foto”:

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Deswegen an dieser Stelle an alle freundlichen KassiererInnen: Ihr habe meine höchste Wertschätzung und Anerkennung – vielen Dank. Und danke ans grandiose EDEKA-Cord-Team für die Geduld und Unterstützung. Hier auch gleich an das begeisternde Team von EDEKA-Wehrmann in Hiddenhausen, Spenge, Eilshausen, Kirchlengern, Enger  und Herford: Danke für die Einladung eine weitere “Kassenerfahrung” zu erleben – ich bin dabei!

Beratungsdiebstahl im RTL-Beitrag

1. Juni 2010 von Ralf R. Strupat

Beratungsdiebstahl ist in diesen Tagen ein besonderes Schlagwort – zunehmend verdrängt das Online-Geschäft den klassischen Einzelhandel. “Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten und kaufen dann trotzdem im Internet?” fragte das Team von RTL explosiv in einem Beitrag, der Ende April ausgestrahlt wurde. Und machte gleichzeitig den Praxistest – würden Kunden im Fachgeschäft eine Beratungsgebühr bezahlen? Die meisten nicht, sie waren zum Teil so verärgert, dass sie keinen Fuß mehr in den Laden setzen wollten.

beratungsdiebstahl

Im etwa 5-minütigen Beitrag wurde ich dreimal kurz interviewt:

“Wir freuen uns, ein Schnäppchen zu machen, nur wir prüfen dann nicht. Wir sind so ‘Liebe macht blind’, wir verlieben uns in diesen Preis.”

“Wir erliegen dieser Verlockung: ‘Schnäppchen, Rabatt’. Man hat herausgefunden in der Gehirnforschung, wenn Rabatt aufleuchtet, dann leuchtet auch bei uns auch im Gehirn was auf.”

Ich hab ein schönes Beispiel aus einem kleinen Dorf, wo eine Kundin sagt: ‘Mensch, wissen Sie, es ist schade, dass Sie zumachen, dass es Ihr Geschäft morgen nicht mehr gibt’, und da sagt die Chefin: ‘Wissen Sie, hätte ich Ihr Gesicht hier viermal im Jahr gesehen, müsste ich heute nicht schließen!’ Und das ist so ein bisschen, was die Zukunft prägen wird. Unsere Innenstädte werden veröden und der Internethandel wird den Platz einnehmen.”

Was halten Sie von dieser These?

Das Fazit im RTL-Beitrag zum Beratungsdiebstahl lautet: Im Einzelhandel wird sich eine Beratungsgebühr nicht durchsetzen, obwohl viele Geschäfte draufzahlen, wenn sie nur beraten, dann aber nichts loswerden.

Soweit muss es nicht kommen. Im Seminar “Beratungsdiebstahl muss nicht sein” am 13. September 2010 zeige ich, wie Sie sich davor schützen und gegen Beratungsdiebstahl wehren.

Anruf 6.49 Uhr auf dem Handy: “Sind Sie der, der zu dem BegeisterungsLand gehört?”

“Ähh, ja, wieso?”

“Wir verlegen dort eine 10 kv-Leitung, dann können Sie da nicht rauf?”

“Was, wie bitte? Wie nicht da rauf? Was meinen Sie?”

“Ja, wir sperren die Zufahrt, weil wir die Straße aufreißen.”

“Das geht nicht. Wir bekommen Kundenbesuch.”

baustelle-begeisterungsland

“Kommen die mit´nem LKW?”

“Nö, wieso?”

“Dann können die ja auch an der Straße parken und den Rest laufen.

“NEIN, geht nicht.”

“Wieso?”

“Naja, weil … also wir können doch unsere Kunden nicht einfach an der Straße parken lassen und laufen lassen. Das sind doch KUNDEN. Verstehen Sie? KUNDEN?!”

“Hmmm, wie lange bleiben die denn?”

“… Also wissen Sie was? — Ich bin ja gleich im BegeisterungsLand und dann klären wir es noch? Okay?”

Letztendlich haben wir es dann doch noch für alle Betroffenen gut hinbekommen. Unsere Kunden, unser Architekt und sogar unsere Postbotin Ilona, alle konnten aufs BegeisterungsLand fahren. Geht doch. Allerdings wussten die Jungs (und Mädels) vom Bau die Geschichte schon eine verdammt lange Zeit.

Ich empfehle dazu folgende BegeisterungsStrategie für Bau und Handwerk:

Ein freundlicher Hinweis einige Tage vorher im Briefkasten hätte schon gereicht. DIE FOLGE könnte sein: Ein WoW-Effekt, der zu unheimlicher Werbewirksamkeit führen kann.

Baustelle Hinweis Grundstück

Wie in diesem Fall: Kostenlose positive PR! Was wollen Sie mehr?

BILD Baustelle begeistert