Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

Vorbilder können stark machen

27. August 2010 von Ralf R. Strupat

Wir alle haben doch Idole oder Vorbilder, der eine mehr, der andere weniger – aber was das wichtigste daran ist, diese Personen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf uns. Die Idole oder Vorbilder ändern sich jedoch im Laufe des Lebens. Je älter und erfahrener wir werden, so können sich auch Interessensgebiete verändern, was auch die Auswahl der Vorbilder betrifft. Für Kinder und Jugendliche spielen Stars aus der TV-, Musik- und Kinowelt eine große Rolle, in dem Alter identifizieren sie sich aber auch gerne an den bekannten Sportgrößen. Wenn beispielsweise gefragt wird „Was möchtest Du denn später einmal werden?“ kommt mit Sicherheit die Antwort „Fußballspieler“, „Schauspielerin“ oder „Sängerin“.

Idole mit Engagement spielen eine besondere Rolle

So hat mir die Verkäuferin in der Bäckerei bei mir um Ecke erzählt, ihre Tochter sei völlig vernarrt in den kanadischen Sänger Justin Bieber. Es gibt für die 11-jährige Nadine zurzeit nichts Wichtigeres als den jungen Kanadier mit der berühmten Ponyfrisur. Sie wolle auch einmal so bekannt werden und sich dann für Tiere im Tierheim einsetzen und für diese Spendenaufrufe starten. Nadine hat in einem Justin-Bieber-Blog im Internet ein Interview mit dem Star gesehen, der darin von seiner Tierliebe und seinem Hund erzählte.

©-sonya-etchison-Fotolia.com

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Leitbildfunktionen übernehmen

Neben diesen Stars aus der schillernden Glamour-Welt spielen auch noch andere Personen eine große Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Das sind Mutter und Vater, die Grundschullehrerin, der Trainer aus dem Sportverein oder beispielsweise der nette Nachbar mit dem tollen Hund – im Vergleich mit international erfolgreichen Stars und Idolen haben diese Vorbilder aus der „realen Welt“ eindeutig den besseren Ruf. Sie sind wichtige Bezugspersonen für Kinder und Jugendliche und viele möchten gewisse Eigenschaften ihrer Vorbilder selbst gern übernehmen. Welche Erfahrungen haben Sie mit Idolen und Vorbildern gemacht? Schreiben Sie mir dazu gerne einen Kommentar!

Meisenstarke Motivation bei der Fütterung

16. August 2010 von Ralf R. Strupat

Eine treue Leserin meines Blogs schickte mir vor einiger Zeit dieses nette Bild zu. Sie hat in ihrem Garten extra für Meisen verschiedene Nistkästen aufgestellt und die Aufzucht der Jungen verfolgt. „Dieses Meisenhaus erinnert mich sehr an das Begeisterungsland …“ schrieb sie mir in einigen kurzen Zeilen. Und tatsächlich, eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu verkennen!

Vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang

Meise_auf_Nistkasten

Und ich fragte mich dann beim Betrachten des Bildes – welche Motivation treibt diese kleinen gefiederten Freunde an, die Brut vom ersten Sonnenstrahl bis zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs unermüdlich mit Insekten, Larven, Spinnen und leckeren Raupen zu versorgen? Von Morgens bis Abends bringen Vater und Mutter Meise abwechselnd das so sehr erwartete Futter heran. Und die Jungen sind immer hungrig, sperren jedes Mal ihre breiten gelben Schnäbel auf und verlangen mehr und immer mehr.

Begeistert über hohen Insektenverzehr

Ich habe gelesen, dass eine Meisenfamilie im Laufe eines Jahres rund 75 kg Insekten vertilgt; es sind also zudem noch sehr nützliche Tiere, diese Meisen. Gerne beziehen sie Baumlöcher, Rohre, Nistkästen und manchmal sogar Briefkästen. Das Nest wird dann mit Moosen, Tierhaaren und sonstigen weichen Fasern ausgepolstert. Dann kann das Eierlegen und Brüten losgehen. Wenn die Jungen dann geschlüpft sind, geht der Stress erst richtig los! … Irgendwie erinnert mich das an meinen eigenen Nachwuchs, aber das Thema greife ich vielleicht an anderer Stelle einmal auf… :-)

Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön…

4. August 2010 von Ralf R. Strupat

Wenn Sie diesen Beitrag lesen, liege ich schon auf dem Sonnenstuhl am Pool meiner Lieblingsfinca auf Mallorca und genieße einen leckeren Cocktail. Zwei Wochen Urlaub mit der Familie sind schon lange fällig. Damit Sie nicht auf dem Trockenen sitzen, habe ich einige Blogartikel für Sie VOR-bereitet und per Zeitschaltung veröffentlicht. Meine Kollegin Frau Zacher wird in den kommenden zwei Wochen auch meinen Twitter-Account füttern, so dass Sie immer wissen, wann neue Beiträge erscheinen. Vielleicht möchten Sie ja gerade die Urlaubszeit nutzen, mir zu folgen?!

Bekommen Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausreichend Schlaf?

Sonntagmorgen: Kurz vor 4.00 Uhr morgens am Flughafen Münster-Osnabrück. Vor dem Gebäude parken vereinzelt Autos. Ich entdecke einen Mann, der die Kennzeichen von PKWs notiert – kurz darauf Tumult. Aufgebrachte Fahrzeugführer verlangen den Namen des Mannes, der überengagiert Strafzettel verteilt. Der Mann vom Ordnungsamt lehnt dies ab: “Sie können sich ja beim Ordnungsamt Greven beschweren – hier darf man nur 3 Minuten halten und Ihre Zeit läuft!” 

Ordnungsamt_02Flughafen_02

Der Einwand eines PKW-Fahrers: “Ich stehe bzw. sitze doch im Fahrzeug und werde hier nicht weggehen, so dass ich jederzeit bei Bedarf Platz mache, wenn nötig. Sie sehen doch, dass fast der gesamte Haltestreifen frei ist – meine Familie kommt sofort.”

Dies alles lässt der Mann vom Ordnungsamt nicht gelten und fotografiert fast provozierend das Fahrzeug – was viele der anwesenden Menschen aufregt – auch mich. Schade, da fehlt es ja wirklich an jeglicher Sensibilität – und außerdem was soll das um 4.00 Uhr morgens? Wie gesagt, es war alles sehr überschaubar! … Krass, oder?

Mitarbeiter mit mutigen Aktionen

15. Juli 2010 von Ralf R. Strupat

Der Beruf Filialleiter bzw. Filialleiterin ist eine Führungsposition. Hier wird eine Handels-Filiale in ökonomischer, fachlicher und personeller Hinsicht geleitet. Das bedeutet eine große Verantwortung. Deshalb ist es unbedingt nötig, dass sich FilialleiterInnen ihrer Verantwortung bewusst sind.

Gute Kommunikations- und Führungsfähigkeiten, Organisationsgeschick, Fachwissen, Berufserfahrung und Kundenorientierung sind Fähigkeiten, die FilialleiterInnen haben müssen. Aber auch die Begeisterung für den Service und die angebotenen Produkte darf nicht zu kurz kommen!

KundenBegeisterung ist gefragt

Im Rahmen der Abschlussprüfung  der 2. Staffel des „FührungsNachwuchsFilialen“begeisterten die angehenden Filialleiterinnen durch mutige Aktionen an der Frische-Theke.
Und hier meine ich nicht die tolle Deko – DAS könnten ja auch Andere machen.

Fleischerei RichterFrischethekenteam Fleischerei Richter

Aber, haben Sie schon einmal „Ballspieleinlagen“ der Mitarbeiter vor der Theke erlebt?  Hier werden Pässe gelegt, Bälle angenommen und es zeigte sich, dass manche Mitarbeiter auch Meister am Ball sind. Wenn die Trillerpfeife ertönt, gibt es für die Kunden kostenlose „Knacker“ oder weitere verführer“frische“ Köstlichkeiten aus der Fleischtheke.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Freigetränke in den deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold erfreuen die Kunden an heißen Tagen besonders. In der Fleischerei Richter aus Oederan lebt die KundenBegeisterung! Wir fordern: MEHR davon, ein solches Beispiel sollte ruhig Schule machen, denn KundenBegeisterung ist auch ein Bestandteil der Kundenbindung – und wer möchte seine liebgewonnenen Kunden nicht in regelmäßigen Abständen wieder begrüßen dürfen!

Das gilt im übrigen natürlich nicht nur für den Einzelhandel, sondern betrifft auch Handwerksbetriebe, Dienstleister sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch hier wären „mutige Aktionen“ für die Belebung der KundenBegeisterung von Vorteil – denn nur, wer seine Kunden begeistert, sorgt auch dafür, dass Kunden Kunden bleiben.

In den Mokassins des anderen gehen

14. Juli 2010 von Ralf R. Strupat

„Bevor du über einen Menschen urteilst, musst du mindestens 3 Monde in dessen Mokassins gehen!“

Diese indianische Redensart war mir immer schon sympathisch; aber ich weiß auch, dass sie im Alltag oft nicht so einfach durchzuhalten ist.

Dennoch: Ich empfehle dieses Sprichwort nicht nur JEDEM Chef und JEDER Führungskraft, sondern halte mich auch selbst daran. Sei es in der Notaufnahme eines Krankenhauses oder beim Ausliefern von Baumaterial; denn erst dann sehe ich die Dinge auch von der anderen Seite. So kann sich jeder viel besser in sein Gegenüber hineinversetzen und wird auch ein anderes Verständnis ihm gegenüber entwickeln.

Ralf Strupat im Auslieferungslaster

Ralf Strupat in der Notaufnahme

Jeden Tag sind wir immer wieder in der Situation, uns ein Urteil über einen anderen zu bilden. Und das geht oft sehr schnell; manchmal allerdings liegen wir mit unserem schnellen Urteil total daneben.

Nicht vorschnell urteilen

Es gibt aber Situationen, in denen ist es ratsam, vorsichtiger mit seinem Urteil umzugehen. Viel zu schnell ist da etwas gesagt, was dem Gegenüber schadet und der Person selbst oder ihren Tätigkeiten nicht gerecht wird. Oft wird ganz undifferenziert gesprochen; vorschnell verallgemeinert oder moralisch Druck gemacht.

Wer selbst schon einmal “in den Mokassins anderer Menschen eine Meile gelaufen ist“, wie das indianische Sprichwort sagt, hat darauf einen anderen Blick und mehr Verständnis für sein Gegenüber.

Full Service – das war gestern!

12. Juli 2010 von Ralf R. Strupat

Full-Service? Fast alle Billig-Fluggesellschaften haben den Service gestrichen! Und auch Air Berlin, die größte deutsche Fluggesellschaft, lässt richtig nach! Jedes Extra wird auch extra bezahlt und das nicht zu knapp! Engere Sitzreihen, weniger Platz, mehr Passagiere in der Kabine sind keine Ausnahme, sondern bei allen Billigfliegern an der Tagesordnung. So habe ich das live erlebt beim Rückflug von Faro (Portugal) nach Deutschland.

Service-Wüste in der Luft

Einige Fluggäste waren entsetzt über die extrem langen Wartezeiten an den Flug-Schaltern und in der Halle. Die Gebühren für Übergepäck werden bereits ab 1 kg Zusatzgepäck berechnet, da heißt es beim Packen: Geschickt überlegen, was wirklich gebraucht wird! Gebühren für die Sitzplatzreservierung, und und und – da ist der Flug eigentlich gar nicht mehr so günstig wie vorher angenommen. Und vom Service am Bord wollen wir gar nicht sprechen – da war die Kaugummi kauende Stewardess nur das Sahnehäubchen!

full_service_das_war_gestern

Versteckte Kosten, die erst auf den zweiten Blick auffallen, mangelnder Flugkomfort und dann auch noch ein mühsames Stornieren des Fluges – alles in allem muss das Nervengerüst noch gut in Takt sein, sonst ist ein Verzicht auf das Fliegen das einzig Vernünftige. Wer billig fliegen will, der darf keine Ansprüche stellen, sondern muss damit zufrieden sein, im Flieger überhaupt sitzen zu können. Denn auch in diese Richtung hat es ja schon Überlegungen gegeben. Sitzplätze abschaffen und zu Stehplätzen umwandeln; für den Toilettengang zahlen und zwar jedes Mal!

Schlechter Ruf für Billigflieger

Die Stiftung Warentest hat zehn Billigflieger getestet. Die neuste Untersuchung eines Marktforschungsinstituts bescheinigt einigen einen schlechten Ruf. So erhielten Ryanair, Easyjet, Germanwings und Condor im Prüfpunkt Preistransparenz ein “Mangelhaft”.
Laut Stiftung Warentest ist günstiges Fliegen nach wie vor möglich. Jedoch tricksen einige Airlines immer noch bei der Preisangabe. Zusatzangebote, wie bevorzugtes Einsteigen oder diverse Versicherungen waren bei der Online-Buchung weiterhin voreingestellt. Die Airlines locken mit billigen Preisen, die nach dem Buchen oft in die Höhe schnellen.

Wenn jemand seinen Flug nicht antreten kann, hat er kaum Möglichkeiten, sein Geld zurückzuerhalten. Durch hohe Gebühren ist Umbuchen meist nicht lohnenswert und Informationen zum Stornieren von Flügen suchen Sie auf vielen Webseiten vergeblich. Dabei sind die Fluglinien verpflichtet, Steuern und Gebühren einer nicht angetretenen Flugreise zurückzuerstatten.

Nach wie vor gilt: Wer früh genug bucht und keinen Service erwartet, der kann preiswert ans Ziel kommen – und dies meist auch pünktlich. Alle anderen werden von den Billig-Airlines enttäuscht sein!

Orakel Oktopus in leckeren Variationen

9. Juli 2010 von Ralf R. Strupat

Noch schwimmt er im Aquarium, doch viele der deutschen Fans würden Paul nach seinem Spanien-Tipp am liebsten so schnell wie möglich auf dem Grill sehen. Paul sei wachsam, sonst geht es dir an den Kragen! Viele leckere Varianten, wie ein Tintenfisch bekömmlich zuzubereiten ist, gibt es in jedem mediterranen Kochbuch zu lesen.

Köstlich gegrillt, knusprig gebraten, in Weißweinsoße oder kalt in Essigsud eingelegt, häppchenweise im Salat oder als panierte Tintenfischringe frittiert -- die Möglichkeiten, der Orakel-Krake Paul nach seinem WM-Tipp ein würdiges Ende zu setzen, sind schier grenzenlos.

Vor dem Halbfinale hat sich Paul ausgerechnet für Spanien entschieden. Ob er gar nicht weiß, dass ausgerechnet dort seine Artgenossen in zahlreichen traditionellen Gerichten im Kochtopf, auf dem Grill oder in der Pfanne landen? Doch die Spanier denken um; sind geradezu begeistert von Paul: Nach seinem sechsten richtigen Tipp ist “Pulpo Paul” im Spanien zum Star aufgestiegen und vielleicht wird Tintenfisch sogar aus dem offiziellen Paella-Rezept herausgenommen?

Ist Krake Paul doch ein Spanier?

In Deutschland dagegen steht Oktopus nach dem WM-Tipp von Paul ganz oben auf der Speisekarte. Und das Beste: Zurzeit ist Grillsaison!

Als ca. 31 Mio Zuschauer vor Leinwand oder Flachbildfernseher die Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft miterlebten, tauchte “Kraken-Paul“ längst entspannt durchs Becken des Aquariums in Oberhausen. Und der Tintenfisch behielt Recht – Deutschland verpasste den Einzug ins Endspiel. Aber mal ehrlich, was weiß ein Tintenfisch schon von Fußball?

Das Traditionsunternehmen Halloren-Pralinen aus Halle an der Saale hat speziell für die Hochzeit der schwedischen Königstochter Victoria drei verschiedene Pralinen in den Geschmacksrichtungen Blaubeer, Preiselbeer und Nuss-Nougat entwickelt, die es für eine begrenzte Zeit ausschließlich auf dem schwedischen Markt zu kaufen geben wird.

Halloren-Pralinen aus Deutschland sollen den Schweden die Hochzeit ihrer Kronprinzessin versüßen. Das Unternehmen erwartet von dieser Aktion nicht nur eine Umsatzsteigerung, sondern vor allem auch einen Imagegewinn über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Deutsche Schokoladenprodukte sollen den schwedischen Genießer begeistern

Deutschlands älteste Schokoladenfabrik ist vor allem für seine schokoladenumhüllten Kugeln aus Sahne- und Kakaocreme bekannt -- die Halloren-Kugeln. Neben den berühmten Kugeln fertigen die Hallenser aber unter anderem auch Pralinen, Schoko-Riegel, Schoko-Becher sowie Weihnachtsmänner und Osterhasen. Übrigens werden auch die leckeren Mövenpick Schokoladen und Pralinen in Ostdeutschland produziert.

Insgesamt stellt Halloren mit rund 500 Mitarbeitern mehr als 180 Schokoladenprodukte her. Das börsennotierte Unternehmen verbuchte im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einen Rekordumsatz und erzielte auch im ersten Quartal 2010 ein zweistelliges Wachstum.

Obwohl Deutschlands älteste Schokoladenfabrik, zeigt sich das Unternehmen keinesfalls „verstaubt“ – ein Facebook Account ist bereits eingerichtet und auf der Unternehmens-Website als Button sichtbar dargestellt. Einfach mal anklicken und sehen, was sich auf dem Account so tut!

14 Tage sind es noch bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und die Hiobsbotschaften im deutschen Team werden von Woche zu Woche mehr. War es vor einem Monat die Rippen-Verletzung vom neuen Stammtorhüter René Adler, mussten in der vergangenen Woche auch Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack und sein Vertreter im Mittelfeld Christian Träsch verletzungsbedingt absagen. Können wir nun überhaupt noch Hoffnungen auf den Titel und ein neues Sommermärchen bei der WM in Südafrika haben?

Weltmeister oder nur Meister der Herzen?

An das Sommermärchen 2006 können wir uns alle noch erinnern – fast so, als wäre es erst ein Jahr her. Im eigenen Land wurden wir vor vier Jahren (leider nur) Weltmeister der Herzen. Dennoch überzeugte unsere Mannschaft durch leidenschaftlichen Fußball und vollen Einsatz für das Team. Die gute Leistung setzte das DFB-Team vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich weiter fort. Erst im Finale stoppten die Spanier unser Team durch ein 1:0.

Mit dieser Ausgangslage könnten wir uns normalerweise entspannt zurücklehnen und uns auf ein spannendes Fußballfest vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika freuen. Doch die Verletzungen wichtiger Leistungsträger und manch diskussionswürdige Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw beeinträchtigen unsere Vorfreude und Begeisterung ein wenig.

Die Aufstellung macht immer noch der Trainer

Gehen wir einmal durch die einzelnen Mannschaftsteile, so fällt auf, dass nur aus der Verteidigung kein Wehklagen zu hören ist. Die Torwartfrage ist bis zum heutigen Tag nicht eindeutig geklärt, da Jogi Löw es verpasst hatte, rechtzeitig einen zweiten Torwart zu benennen. Aller Voraussicht nach, wird Manuel Neuer zwischen den Pfosten stehen, aber sicher ist das nicht.

Das Mittelfeld macht uns derzeit wohl die meisten Sorgen. Hoffnungs- und Leistungsträger Michael Ballack wird verletzungsbedingt nicht an der WM teilnehmen können, sein Ersatz Christian Träsch verletzte sich ebenfalls. In unserem Mittelfeld fehlen weitere international erfahrene Spieler, die das Spiel gestalten können. Nicht umsonst werden Rufe nach Thorsten Frings oder Sami Khedira laut.

Im Sturm wird Miro Klose vermutlich gesetzt sein. Bei den Bayern – seinem derzeitigen Club – ist Klose hauptsächlich Auswechselspieler. Und auch sein Sturmpartner Lukas Podolski hat alles andere als eine gute Saison beim 1. FC Köln hinter sich. Immerhin trifft er im Nationalmannschaftsdress.

Müssen wir also Angst haben um den Titel oder das frühzeitige Aus nach der Vorrunde? Ich persönlich glaube nicht, dass wir diese Angst haben müssen. Deutschland war schon immer eine gute Turnier-Mannschaft, die vor Ort bewiesen hat, welcher Team-Geist in den 23 Spielern steckt. Und auf diesen Spirit und diese BeGEISTerung sollten wir uns ebenso einlassen.

Immer wieder gerne veröffentliche ich tolle und motivierende Zitate auf meiner Homepage und über meinen Twitter-Account. Eines der Zitate, das mich am meisten begeistert ist leider 72 Zeichen zu lang für einen Tweet. Aus diesem Grund möchte ich meinen heutigen Blog-Eintrag folgendem Zitat widmen. Es beschreibt – meiner Meinung nach – genau das Gefühl von Begeisterung, das sowohl für uns persönlich wichtig ist und gleichzeitig aber auch ungeahnte Energien in unseren Mitarbeitern und Kollegen frei werden lässt.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Die Begeisterung und Sehnsucht als Kompass

Dieses Zitat stammt vom französischen Schriftsteller und Piloten Antoine de Saint-Exupéry. Als Flieger kannte de Saint-Exupery mit Sicherheit das Gefühl von Freiheit hoch über den Wolken und die Sehnsucht nach fernen Ländern. Denn der Autor des „Kleinen Prinzen“ flog nicht nur innerhalb Frankreichs, sondern reiste immer wieder auf den afrikanischen Kontinent, wo auch viele seiner Geschichten spielen.

Doch zurück zum Zitat: In einem Satz bringt Antoine de Saint-Exupéry hier das Prinzip von Begeisterung auf den Punkt. Als Initiator muss ich das Feuer, das in mir brennt, und die Leidenschaft für eine Aufgabe an meine Kollegen und Mitarbeiter weitergeben können. Da ich viele Mitarbeiter angeheuert habe, um ein Schiff zu bauen, ist klar, dass ich keine Nuss-Schale entwickeln möchte, sondern ein großes und mächtiges Schiff, das den Stürmen und Wellen auf hoher See bestmöglich trotzen soll.

Mit Begeisterung zum Ziel

Für mein Vorhaben brauche ich ein starkes Team, das mindestens genauso motiviert ist, wie ich selbst. Und um diese Motivation zu erreichen, reicht es nicht aus, Aufgaben zu verteilen und das Schiff zu bauen. Der Wunsch meiner Mannschaft muss sein, gemeinsam mit mir auf dem Schiff die Weiten des Meeres zu entdecken und die innere Sehnsucht zu stillen. Die stärkste Begeisterung für eine Aufgabe wird somit dadurch erreicht, den Geist der Mitarbeiter anzusprechen und sie somit zu beGEISTern.

Doch was sind Ihre Schiffe und für welche Sehnsucht steht bei Ihnen das weite, endlose Meer? Ich freue mich auf Anregungen, Kritik und Ihre Kommentare.