Beratungsdiebstahl ist in diesen Tagen ein besonderes Schlagwort – zunehmend verdrängt das Online-Geschäft den klassischen Einzelhandel. “Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten und kaufen dann trotzdem im Internet?” fragte das Team von RTL explosiv in einem Beitrag, der Ende April ausgestrahlt wurde. Und machte gleichzeitig den Praxistest – würden Kunden im Fachgeschäft eine Beratungsgebühr bezahlen? Die meisten nicht, sie waren zum Teil so verärgert, dass sie keinen Fuß mehr in den Laden setzen wollten.
Im etwa 5-minütigen Beitrag wurde ich dreimal kurz interviewt:
“Wir freuen uns, ein Schnäppchen zu machen, nur wir prüfen dann nicht. Wir sind so ‘Liebe macht blind’, wir verlieben uns in diesen Preis.”
“Wir erliegen dieser Verlockung: ‘Schnäppchen, Rabatt’. Man hat herausgefunden in der Gehirnforschung, wenn Rabatt aufleuchtet, dann leuchtet auch bei uns auch im Gehirn was auf.”
Ich hab ein schönes Beispiel aus einem kleinen Dorf, wo eine Kundin sagt: ‘Mensch, wissen Sie, es ist schade, dass Sie zumachen, dass es Ihr Geschäft morgen nicht mehr gibt’, und da sagt die Chefin: ‘Wissen Sie, hätte ich Ihr Gesicht hier viermal im Jahr gesehen, müsste ich heute nicht schließen!’ Und das ist so ein bisschen, was die Zukunft prägen wird. Unsere Innenstädte werden veröden und der Internethandel wird den Platz einnehmen.”
Was halten Sie von dieser These?
Das Fazit im RTL-Beitrag zum Beratungsdiebstahl lautet: Im Einzelhandel wird sich eine Beratungsgebühr nicht durchsetzen, obwohl viele Geschäfte draufzahlen, wenn sie nur beraten, dann aber nichts loswerden.
Soweit muss es nicht kommen. Im Seminar “Beratungsdiebstahl muss nicht sein” am 13. September 2010 zeige ich, wie Sie sich davor schützen und gegen Beratungsdiebstahl wehren.














Wenn man in einem Fachgeschäft wirklich gut beraten wird dahingehend, das “Licht ins Dunkle” kommt, und man dadurch sogar Gedl spart, ist das Sehr gut. Doch leider habe ich immer wieder erlebt, das die Beratung vor ort nicht immer neutral ist. In dem einen Geschäft wird jene Marke in den Himmel gelobt, im anderen Geschäft die andere. Je na dem, woran der Händler gerade am meißten verdient. Es ist eine bekannte Gütersloher Waschmaschinenmarke, die in den Köpfen der meißten immer noch “die beste” ist. Obwohl Stiftung Warentest immer wieder bestätigt, das ein großes Münchener Unternehmen mindestens genau so gute Maschinen baut und das zum Teil deutlich preiswerter.
Und bei der Wahl der Mitarbeiter, was für Kriterien zählen da? Wird da auch stets derjenige eingestellt, der den höchsten Stundenlohn verlangt, weil der automatisch der bessere ist?! Da kann es auf einmal nicht billig genug sein.. Genau das, was dem Kunden gern vorgeworfen wird…