Archiv für Januar 2011

Wann wird ein Kunde zum Fan?

31. Januar 2011 von Ralf R. Strupat

In Zeiten, in denen es scheinbar ganz einfach geworden ist, seine Kunden zu Fans zu machen, indem diese ein Produkt oder eine Dienstleistung mit „Gefällt mir!“ versehen, sollten wir nicht vergessen, dass ein Kunde schon überzeugt und begeistert sein muss, um ein Produkt aktiv weiterzuempfehlen. Dafür muss der Kunde spüren, dass Sie ihn mögen, er Ihnen am Herzen liegt. Ein Kunde kann zu einem echten Fan werden, wenn er von den Produkten, Dienstleistungen, einer Marke, dem Unternehmen oder der Außendarstellung absolut begeistert ist!

Gefällt mir!

Kunde muss Begeisterung spüren

Kunden zu treuen Empfehlern zu machen, gelingt nur durch eine stetige, sehr gute Leistung, eine tolle Qualität der Produkte, Mitarbeiter, die den Kunden ihre Wünsche „von den Augen“ ablesen können und eine Wohlfühlatmosphäre, die der Kunde immer wieder verspüren möchte, wenn er bei Ihnen einkauft. Ähnlich verhält es sich bei einem Fan – auch ihn können Sie nicht ködern oder kaufen, einen Fan müssen Sie für sich gewinnen! Nike, Douglas, Starbucks und BMW sind nur einige Firmen, die viele ihrer Kunden zu Fans machen konnten!

Menschen, die beispielsweise Fans von Starbucks sind, lieben den tollen Service vor Ort, genießen diese Art von Lifestyle und verbringen ihre freie Zeit gerne in einem Starbucks Café. Sie gehören zu den glühenden Anhängern der dort angebotenen Produkte mit Kultstatus, sie identifizieren sich mit der Marke Starbucks und sind auch durchaus bereit, für eine Kaffeespezialität etwas mehr auszugeben.

Kunden mögen Shops, Produkte oder Marken – Fans sind begeistert davon! Das ist wohl der Unterschied zwischen einem Kunden und einem echten Fan. Wann wird Ihrer Meinung nach ein Kunde zu einem Fan? Schreiben Sie mir gerne einen Kommentar – ich bin gespannt auf Ihre Nachricht.

Gesunder Körper = Knete in der Tasche

28. Januar 2011 von Ralf R. Strupat

Kann eine firmeninterne Gesundheitsprämie für Mitarbeiter, die sich das Jahr über nicht krank melden, ein Ansporn sein, um vielleicht auch privat mehr für die Gesundheit oder Gesunderhaltung zu tun? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister: Die einen finden es klasse, dass beispielsweise ein Unternehmer aus Dortmund jeden seiner 240 Mitarbeiter mit 1.000 Euro belohnt, wenn ein Jahr lang keine Krankmeldung vorliegt.

Gesundbleibprämie

Die anderen kritisieren diesen Ansatz und meinen, dass die Unternehmen besser dafür Sorge tragen müssen, dass Angestellte und Arbeiter gesund bleiben und nicht diejenigen belohnen sollten, die sich krank zur Arbeit schleppen und womöglich noch Kolleginnen und Kollegen anstecken.

Krank zur Arbeit oder doch lieber ins Bett legen?

Doch bei aller Kritik wirkt die Prämie anscheinend, denn der Krankenstand in dem Dortmunder Betrieb ist verschwindend gering. Der Chef selbst sagt, dass das Prinzip der Belohnung gerecht sei und er damit Mitarbeiter, die gesund leben, belohnen und das „Blaumachen“ eindämmen wolle. Aus seiner Sicht gibt es keinen Grund, diese Gesundheitsprämie wieder abzuschaffen, denn seine Mitarbeiter wollen auf 1.000 Euro zusätzlich nicht mehr verzichten!

Sollte dieses Modell Schule machen?

Bereits vor zwei Jahren berichtete die Zeitung Rheinische Post über das Düsseldorfer Verkehrsunternehmen Rheinbahn, das ihren Mitarbeitern sogar rückwirkend für 2008 eine solche Prämie gezahlt hat. War ein Mitarbeiter im Vorjahr nicht länger als fünf Tage krank, bekam er eine Belohnung von 500 Euro nachträglich ausgezahlt. Selbst diejenigen, die unter zehn Krankheitstagen blieben, konnten sich noch über eine Prämie von 250 Euro freuen. Mit dieser Maßnahme versucht das Unternehmen, den Krankenstand im Betrieb weiter zu verringern.

Was meinen Sie, ist eine solche „Gesundheits-Belohnungs-Prämie“ wirklich sinnvoll und senkt die Krankenstände in den Unternehmen oder kommt es dadurch zu mehr Unmut zwischen den Mitarbeitern? Schreiben Sie mir gerne Ihre Meinung – ich freue mich auf Kommentare von Ihnen!

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Der alljährliche Winter-Blues lässt uns jedes Jahr aufs Neue in eine Art Winterstarre oder Winterschlaf verfallen. Es will so gar keine rechte Lust zu irgendwelchen Aktivitäten aufkommen und die Gefühlswelt liegt in einer Tiefzone. Ganz besonders deutlich wird der Winter-Blues durch ein erhöhtes Schlaf-Bedürfnis, welches den normalen Jahresstandard um einige Pegel übersteigt. Stimmungsschwankungen und Schwierigkeiten bei der Konzentration sind zusätzliche unangenehme Symptome. Mit diesem Zustand müssen wir uns  nicht abfinden, denn dagegen ist zumindest ein Kraut gewachsen!

Kraft an der frischen Luft tanken

Trinken Sie während der dunklen Jahreszeit ruhig mal eine Tasse Johanniskraut-Tee, die bringt Sie wieder voran. Frisches Obst und Gemüse tun ein Übriges, um sich schnell wieder fit und vital zu fühlen.

Bewegung an der frischen Luft tut gut

Das Wichtigste ist ein täglicher Aufenthalt an der frischen Luft – bedenken Sie dabei, dass nicht nur ein sonnenklarer Himmel hilft, glücklich zu sein und die Stimmung aufhellt. Auch an bedeckten Tagen werden genug Vitamine aufgenommen, um sich ausgeglichen und wohl zu fühlen. Eine halbe Stunde pro Tag reicht schon aus, um sich ausreichend mit Sonnenlicht zu versorgen. Und das kann doch wirklich jeder, oder?

Begeisterung für Jedermann

Berufstätige können die Mittagspause nutzen, um sich an der frischen Luft aufzuhalten. Sprechen Sie doch mal mit Ihren Kollegen oder Kolleginnen, vielleicht ist ja der eine oder andere von Ihrem Vorschlag begeistert und nimmt die Möglichkeit eines Aufenthaltes oder gar Spazierganges an der frischen Luft gerne wahr! Ein toller Nebeneffekt: Sie lernen die Kollegen besser kennen und haben auch mal die Möglichkeit, über privates miteinander zu sprechen!

Ein kleiner Tipp von mir, der das Gemüt ebenfalls belebt: Setzen Sie in der dunklen Jahreszeit auf leuchtende Farben, denn die vermitteln eine tolle Frische und Lebendigkeit, und das steckt an! … wie wäre es beispielsweise mal mit der tollen Farbe orange? :-)

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Auf einer meiner letzten Lesungen hatte ich im Anschluss noch mit einigen Teilnehmern eine nette kleine Gesprächsrunde. Eine der dort anwesenden Frauen erzählte mir zum Thema Kundenbegeisterung folgende Geschichte: Ihre Mutter, eine ältere Dame von jetzt 82 Jahren fährt seit Jahren einen VW Golf.

Als sie eines Tages wieder einmal zu Besuch in Bad Oeynhausen war, streikte das Fahrzeug und musste vom dort ansässigen VW Händler in die Werkstatt geschleppt werden. Das Fahrzeug wurde repariert und der Dame fahr- und funktionstüchtig und gewaschen wieder übergeben.

Service am Kunden, der sich lohnt!

Diese nette Geste und ein ausgesprochen freundlicher Kundenservice haben die Dame danach veranlasst, nur noch diese Werkstatt aufzusuchen, um ihr Fahrzeug warten zu lassen.

Hier gehts Richtung Kundenservice

Sie ist mit dem Service rundherum zufrieden!

Als sie sich fünf Jahre später dazu entschloss, noch einmal einen Neuwagen zu erwerben – wieder einen VW Golf – raten Sie mal, in welchem Autohaus sie das Fahrzeug bestellt hat? Na klar, dort, wo sie sich so gut aufgehoben fühlt – in ihrem VW Autohaus in Bad Oeynhausen (im Kreis Minden-Lübbecke). … und nicht das ich es vergesse – die ältere Dame wohnt in Dortmund-Hörde!

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Nach Dienstschluss gemeinsam sportlich aktiv sein

19. Januar 2011 von Ralf R. Strupat

Eine Betriebssportgruppe ist eine schöne Möglichkeit, um mit Kollegen und Kolleginnen, egal ob beispielsweise als feste Fußballmannschaft oder nur als lockere Gruppe, die einmal in der Woche gemeinsam zum Bowlen geht, näher ins Gespräch zu kommen. Bei dieser Gelegenheit wird oft auch über Privates miteinander gesprochen.

Betriebssportgruppe

So lernen sich die Mitarbeiter untereinander besser kennen und dies kommt auch dem Betrieb zu Gute. Wer sich näher kennt, kann seine Kollegen besser einschätzen. Zudem ist die sportliche Betätigung hilfreich, um Stress abzubauen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Gemeinschaft und Begeisterung stärken

Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals eine breite Palette an Möglichkeiten zum Betriebssport an. Die kann von Aerobic und Handball über das Segeln bis hin zum Drachenboot fahren reichen. Als elftgrößte Betriebssportgruppe in NRW ist hier beispielsweise die Firma Gauselmann zu nennen. Das Unternehmen aus Espelkamp sieht in ihren Betriebssportgruppen zudem eine sehr gute Möglichkeit, um die ausländischen Beschäftigten besser zu integrieren.

So bietet Gauselmann im Kreis Minden-Lübbecke mit vielen Sportarten in der Betriebssportgruppe, in der heute bereits über 1.000 Mitglieder aktiv zusammen Sport treiben, eine tolle Plattform für die gemeinsame Freizeitbeschäftigung. Neben der Gesunderhaltung der Mitarbeiter ist hier noch der positive Nebeneffekt der Identifikation mit dem Unternehmen gegeben.

Spaß und Spiel in der Freizeit verbindet

Wie ich hörte, unterstützen die zuschauenden Mitarbeiter ihre fußballspielenden Kollegen gerne mit dem Schlachtruf: „Steht auf, wenn ihr Gauselmänner seid!“

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können sich die positiven Aspekte zunutze machen – einfach einmal gemeinsam mit den Mitarbeitern überlegen, welche Sportart für die Belegschaft geeignet ist und dann eine Betriebssportgruppe gründen! Ich wünsche all denen, die sich bereits mit Kollegen und Kolleginnen nach Feierabend zum Sport treffen weiterhin viel Spaß und Erfolg!

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Wer seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen beispielsweise zum Geburtstag eine kleine Freude machen möchte, sollte nicht irgendeine Aufmerksamkeit verschenken, sondern sich an den Vorlieben der Mitarbeiter orientieren. Deshalb ist es hilfreich, eine Liste zu führen, auf der zum Beispiel die Farben, Blumensorten und Pralinenmarken vermerkt sind, die besonders gut ankommen.

Mitarbeiterbegeisterung steigern

Mitarbeiterbegeisterung steigern

Wer würde sich nicht über einen Blumenstrauß zum Geburtstag freuen? Die ganz große Freude erleben Sie allerdings dann, wenn es für Frau Müller ein weißer Tulpenstrauß ist, da sie diese Blumen am liebsten mag! So ist die Freude gleich doppelt groß und Ihre Mitarbeiterin ist begeistert. Es zählt einfach noch mehr, wenn rüberkommt, dass der Vorgesetzte sich an bestimmte Lieblingsblumen seiner Mitarbeiter erinnert.

So sorgen Sie mit geringem Aufwand dafür, dass die Mitarbeiterbegeisterung in Ihrem Unternehmen gesteigert wird.

Ich freue mich über Ihre Kommentare zu diesem Thema. Schreiben Sie mir, wie in Ihrem Unternehmen ein Mitarbeitergeburtstag gefeiert wird!

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Wie stellen Sie fest, wie gerne Ihre Mitarbeiter bei Ihnen arbeiten? Sehen Sie es ihnen an der Nasenspitze an oder wissen Sie es aus einem persönlichen Gespräch mit Ihren Mitarbeitern? Sie selbst können bereits im Vorfeld viel dafür tun, dass sich Ihre Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen wohlfühlen. Gehen Sie einmal anhand des Peopledynamix-Modells von Gerhard Maier durch Ihr Unternehmen und notieren sich, ob Sie diese „Arbeitnehmer-Bindungsfaktoren“ berücksichtigt haben. Gerhard Maier unterscheidet die Mitarbeiterbindungsfaktoren in weiche und harte Faktoren. Wir haben die folgenden drei Punkte Arbeitsplatz, Gesundheit – diese gehören zu den weichen Faktoren – und den harten Faktor Wertschöpfungsbeitrag einmal herausgegriffen und möchten diese näher erläutern.

Zufriedenheit fängt beim Arbeitsplatz an

Insbesondere die Gestaltung des Arbeitsplatzes ist wichtig, um den Mitarbeitern ein Wertschätzungsgefühl zu vermitteln. Der Arbeitsplatz soll bedarfsgerecht und ergonomisch gestaltet sein und dem Mitarbeiter müssen die notwendigen Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Auch die Frage nach dem Umgang mit Verbesserungsvorschlägen für den Arbeitsplatz spielt hier eine entscheidende Rolle. Ich selbst habe auch schon einmal erlebt, dass ein Bürostuhl bereits zu einem Politikum werden kann und so die Effektivität eines Mitarbeiters stark gebremst wird.

Beim Thema Gesundheit steht wieder die Ergonomie des Arbeitsplatzes im Vordergrund. Dies ist übrigens nicht nur an Büroarbeitsplätzen wichtig, sondern spielt heutzutage auch in den Produktionsstraßen vieler Automobil- und Maschinenhersteller eine wesentliche Rolle. Um den Zusammenbau von Autos möglichst in einer angenehmen Haltung zu ermöglichen, sind die Arbeitsabläufe komplett rückenfreundlich umgestaltet worden. Die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften sind von Seiten der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers immer einzuhalten. Viele Unternehmen bieten bereits kostenfrei für Ihre Mitarbeiter gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Massagen, Fitness, Wellness oder eine Betriebssportgruppe an. Beispielsweise kenne ich ein Ventiltechnikunternehmen, welches allen Mitarbeitern und deren Familien ermöglicht, kostenfrei das komplette Angebot eines Fitness-Studios zu nutzen. Dieses Angebot findet bei sehr vielen Angestellten und Arbeitern großen Anklang und wird regelmäßig genutzt. So fördert der Betrieb die Gesunderhaltung des Mitarbeiters aktiv, was auch dem Unternehmen zugute kommt.

Beim Wertschöpfungsbeitrag geht es um den Beitrag des einzelnen Mitarbeiters am Unternehmenserfolg. Hier spielt es natürlich eine große Rolle, welche Funktion der Mitarbeiter im Wertschöpfungsprozess einnimmt. Der Arbeitgeber erzielt mit einer angemessenen Unterstützung eine Steigerung der Wertschöpfung des einzelnen Mitarbeiters. Dazu gehören auch die Wertschätzung der eigenen Arbeit sowie die Wertschätzung des Vorgesetzten an der Arbeit. Auch Gerhard Maier sieht beispielsweise in betriebsinternen Informationsveranstaltungen zum Thema Unternehmensentwicklung Potential, um den Wertschöpfungsbeitrag eines jeden einzelnen Mitarbeiters zu stärken. Eine direkte, zeitnahe Meldung über die Erreichung der gesteckten Ziele, beispielsweise nach dem Geschäftsjahr oder nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projektes, gibt allen Mitarbeitern Sicherheit und erhöht die Motivation zur Erreichung von neuen Zielen.

Weitere weiche Faktoren sind:

  • Teamarbeit
  • Mitarbeiterführung
  • Unternehmenskultur
  • Serviceleistungen
  • Familienfreundlichkeit
  • Arbeitseinsatz

 

Zu den harten Faktoren zählen:

  • Mitarbeiterintegration
  • Mitarbeiterbetreuung
  • Gesamtvergütung
  • Personalentwicklung
  • Zieltransparenz
  • Fähigkeiten
  • Karriereperspektiven

Selbstverständlich ersetzt das Abarbeiten der vorstehenden Punkte nicht das persönliche Gespräch mit Ihren Mitarbeitern. Die Liste soll Ihnen hier nur als Arbeitsgrundlage dienen, die Ihnen den Weg zu mehr MitarbeiterBegeisterung in Ihrem Unternehmen erleichtert!

Bildquelle: Franz Pfluegl – fotolia.com