Archiv für Mai 2010

14 Tage sind es noch bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und die Hiobsbotschaften im deutschen Team werden von Woche zu Woche mehr. War es vor einem Monat die Rippen-Verletzung vom neuen Stammtorhüter René Adler, mussten in der vergangenen Woche auch Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack und sein Vertreter im Mittelfeld Christian Träsch verletzungsbedingt absagen. Können wir nun überhaupt noch Hoffnungen auf den Titel und ein neues Sommermärchen bei der WM in Südafrika haben?

Weltmeister oder nur Meister der Herzen?

An das Sommermärchen 2006 können wir uns alle noch erinnern – fast so, als wäre es erst ein Jahr her. Im eigenen Land wurden wir vor vier Jahren (leider nur) Weltmeister der Herzen. Dennoch überzeugte unsere Mannschaft durch leidenschaftlichen Fußball und vollen Einsatz für das Team. Die gute Leistung setzte das DFB-Team vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich weiter fort. Erst im Finale stoppten die Spanier unser Team durch ein 1:0.

Mit dieser Ausgangslage könnten wir uns normalerweise entspannt zurücklehnen und uns auf ein spannendes Fußballfest vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika freuen. Doch die Verletzungen wichtiger Leistungsträger und manch diskussionswürdige Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw beeinträchtigen unsere Vorfreude und Begeisterung ein wenig.

Die Aufstellung macht immer noch der Trainer

Gehen wir einmal durch die einzelnen Mannschaftsteile, so fällt auf, dass nur aus der Verteidigung kein Wehklagen zu hören ist. Die Torwartfrage ist bis zum heutigen Tag nicht eindeutig geklärt, da Jogi Löw es verpasst hatte, rechtzeitig einen zweiten Torwart zu benennen. Aller Voraussicht nach, wird Manuel Neuer zwischen den Pfosten stehen, aber sicher ist das nicht.

Das Mittelfeld macht uns derzeit wohl die meisten Sorgen. Hoffnungs- und Leistungsträger Michael Ballack wird verletzungsbedingt nicht an der WM teilnehmen können, sein Ersatz Christian Träsch verletzte sich ebenfalls. In unserem Mittelfeld fehlen weitere international erfahrene Spieler, die das Spiel gestalten können. Nicht umsonst werden Rufe nach Thorsten Frings oder Sami Khedira laut.

Im Sturm wird Miro Klose vermutlich gesetzt sein. Bei den Bayern – seinem derzeitigen Club – ist Klose hauptsächlich Auswechselspieler. Und auch sein Sturmpartner Lukas Podolski hat alles andere als eine gute Saison beim 1. FC Köln hinter sich. Immerhin trifft er im Nationalmannschaftsdress.

Müssen wir also Angst haben um den Titel oder das frühzeitige Aus nach der Vorrunde? Ich persönlich glaube nicht, dass wir diese Angst haben müssen. Deutschland war schon immer eine gute Turnier-Mannschaft, die vor Ort bewiesen hat, welcher Team-Geist in den 23 Spielern steckt. Und auf diesen Spirit und diese BeGEISTerung sollten wir uns ebenso einlassen.

Immer wieder gerne veröffentliche ich tolle und motivierende Zitate auf meiner Homepage und über meinen Twitter-Account. Eines der Zitate, das mich am meisten begeistert ist leider 72 Zeichen zu lang für einen Tweet. Aus diesem Grund möchte ich meinen heutigen Blog-Eintrag folgendem Zitat widmen. Es beschreibt – meiner Meinung nach – genau das Gefühl von Begeisterung, das sowohl für uns persönlich wichtig ist und gleichzeitig aber auch ungeahnte Energien in unseren Mitarbeitern und Kollegen frei werden lässt.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Die Begeisterung und Sehnsucht als Kompass

Dieses Zitat stammt vom französischen Schriftsteller und Piloten Antoine de Saint-Exupéry. Als Flieger kannte de Saint-Exupery mit Sicherheit das Gefühl von Freiheit hoch über den Wolken und die Sehnsucht nach fernen Ländern. Denn der Autor des „Kleinen Prinzen“ flog nicht nur innerhalb Frankreichs, sondern reiste immer wieder auf den afrikanischen Kontinent, wo auch viele seiner Geschichten spielen.

Doch zurück zum Zitat: In einem Satz bringt Antoine de Saint-Exupéry hier das Prinzip von Begeisterung auf den Punkt. Als Initiator muss ich das Feuer, das in mir brennt, und die Leidenschaft für eine Aufgabe an meine Kollegen und Mitarbeiter weitergeben können. Da ich viele Mitarbeiter angeheuert habe, um ein Schiff zu bauen, ist klar, dass ich keine Nuss-Schale entwickeln möchte, sondern ein großes und mächtiges Schiff, das den Stürmen und Wellen auf hoher See bestmöglich trotzen soll.

Mit Begeisterung zum Ziel

Für mein Vorhaben brauche ich ein starkes Team, das mindestens genauso motiviert ist, wie ich selbst. Und um diese Motivation zu erreichen, reicht es nicht aus, Aufgaben zu verteilen und das Schiff zu bauen. Der Wunsch meiner Mannschaft muss sein, gemeinsam mit mir auf dem Schiff die Weiten des Meeres zu entdecken und die innere Sehnsucht zu stillen. Die stärkste Begeisterung für eine Aufgabe wird somit dadurch erreicht, den Geist der Mitarbeiter anzusprechen und sie somit zu beGEISTern.

Doch was sind Ihre Schiffe und für welche Sehnsucht steht bei Ihnen das weite, endlose Meer? Ich freue mich auf Anregungen, Kritik und Ihre Kommentare.

Neulich im … Miniatur Wunderland in Hamburg

19. Mai 2010 von Ralf R. Strupat

Klasse! Das begeistert uns! Ein Leser des BegeisterungsBlogs hat uns vor einigen Tagen einen Erfahrungsbericht von seinem Besuch in Hamburg zugeschickt. Er hatte dort geschäftlich zu tun und sich bereits im Vorfeld überlegt, dieses Mal das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt zu besuchen. Hier ist sein Bericht, den wir gerne in der Rubrik “Neulich im …” veröffentlichen:

Nachdem ich bei “Wetten das …?” gesehen habe, welche spektakulären Miniatur-Welten in Hamburg zu erleben sind, hat es mich immer mehr gereizt, diese faszinierenden Landschaften live zu sehen. Und dann war es soweit; das Auto in der Nähe geparkt und auf ins Miniatur Wunderland – gut, dass ich bereits vorher online mein Ticket gebucht hatte; so konnte ich ohne lange Wartezeit eintauchen in die faszinierende Miniaturwelt.

Und ab ging’s nach Österreich, Knuffingen, in den Harz; ich machte eine Stadtrundfahrt durch Hamburg, war in Amerika, Skandinavien und besuchte die Schweiz. Wunderschöne Landschaften und tolle Feuerwehreinsätze ließen mein Herz höher schlagen! Die atemberaubende Bergkulisse der Alpen mit funktionierenden Liften, große Volksfeste und eine extrem lange ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse fesselten meine ganze Aufmerksamkeit.

Im Amerika-Abschnitt erlebte ich den Grand Canyon und die kolossalen Rocky Mountains, Las Vegas mit über 30.000 Lichtern, Miami-Feeling und die Everglades, Area 51, Cape Canaveral und die Route 66.

Der Abschnitt Skandinavien mit den Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland ist wirklich sehenswert. Echtes Wasser, Nordlichter, Ebbe und Flut, das Eismeer, Elche, echte fahrende Schiffe und Schnee sind nur einige der vielen Details, die mich in ihren Bann zogen.

Also ein Besuch allein reicht bei weitem nicht aus, um alle Details dieser Anlage aufzunehmen. An jeder Stelle, in jeder Landschaft entdeckt man immer wieder neue Szenen und kleine versteckte Geschichten. Ich bin so begeistert, dass mein nächster Besuch schon fest eingeplant ist!

Unter diesem Titel erscheint im Herbst 2010 bei orell füssli mein neues Buch zum Thema MitarbeiterBegeisterung. Ich freue mich, dass es schon bei Amazon gelistet ist!

Hier ein kleiner Appetit-Anreger für Sie:

In vielen Unternehmen tickt eine Zeitbombe. Der Wettbewerb wird immer härter und schneller, doch die Mitarbeiter ziehen nicht richtig mit. Die Lösung: Führungskräfte, die für Mitarbeiterbegeisterung sorgen. Doch das ist ein Eiertanz! Mitarbeiterbegeisterung lässt sich nämlich weder verordnen noch durch simple Anreize erzeugen. Sie wurzelt im gelebten Geist des Unternehmens, im täglichen Miteinander, im Vorbild der Führungskraft. Ich erkläre Ihnen in diesem Buch praxisnah und unterhaltsam, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter auf Begeisterungskurs bringen. Auch und gerade in schwierigen Zeiten.

der-eiertanz-buch

Anruf 6.49 Uhr auf dem Handy: “Sind Sie der, der zu dem BegeisterungsLand gehört?”

“Ähh, ja, wieso?”

“Wir verlegen dort eine 10 kv-Leitung, dann können Sie da nicht rauf?”

“Was, wie bitte? Wie nicht da rauf? Was meinen Sie?”

“Ja, wir sperren die Zufahrt, weil wir die Straße aufreißen.”

“Das geht nicht. Wir bekommen Kundenbesuch.”

baustelle-begeisterungsland

“Kommen die mit´nem LKW?”

“Nö, wieso?”

“Dann können die ja auch an der Straße parken und den Rest laufen.

“NEIN, geht nicht.”

“Wieso?”

“Naja, weil … also wir können doch unsere Kunden nicht einfach an der Straße parken lassen und laufen lassen. Das sind doch KUNDEN. Verstehen Sie? KUNDEN?!”

“Hmmm, wie lange bleiben die denn?”

“… Also wissen Sie was? — Ich bin ja gleich im BegeisterungsLand und dann klären wir es noch? Okay?”

Letztendlich haben wir es dann doch noch für alle Betroffenen gut hinbekommen. Unsere Kunden, unser Architekt und sogar unsere Postbotin Ilona, alle konnten aufs BegeisterungsLand fahren. Geht doch. Allerdings wussten die Jungs (und Mädels) vom Bau die Geschichte schon eine verdammt lange Zeit.

Ich empfehle dazu folgende BegeisterungsStrategie für Bau und Handwerk:

Ein freundlicher Hinweis einige Tage vorher im Briefkasten hätte schon gereicht. DIE FOLGE könnte sein: Ein WoW-Effekt, der zu unheimlicher Werbewirksamkeit führen kann.

Baustelle Hinweis Grundstück

Wie in diesem Fall: Kostenlose positive PR! Was wollen Sie mehr?

BILD Baustelle begeistert

Der Song zur Fußball-WM

5. Mai 2010 von Ralf R. Strupat

Heute auf den Tag genau sind es noch 36 Tage bis zum Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Dann werden wir wieder in Fanmeilen gebannt auf Videoleinwände schauen, schwarz-rot-gelbe Fahnen schwenken und unsere Mannschaft (hoffentlich) bejubeln.

Und seit einigen Wochen ist auch endlich der passende WM-Hit veröffentlicht. Der offizielle Coca Cola WM-Song ist auch mein persönlicher Favorit für begeisternde Fan-Stimmung vor, während und nach den WM-Spielen. Hören Sie doch einfach mal herein und lassen Sie sich von der Stimmung mitreißen.

Vorsicht: Ohrwurm-Gefahr!

Möglicherweise kommt die Warnung zu spät und Sie haben sich das Video bereits angesehen. Italienische, irische, deutsche und mexikanische Fans reißen die Arme in die Höhe, das runde Leder landet im Tor-Netz und die Begeisterung kennt keine Grenzen. So wünschen wir uns den Fußball-Sommer! Und das Lied verbindet alles: Schlachtrufe der Fans, afrikanische Trommeln und Rhythmen sowie den typischen Fußballsound.

Erinnern Sie sich noch an den Hit der WM 2006 im eigenen Land? Was ist aus „54, 74, 90, 2010“ von den Sportfreuden Stiller geworden? Welche (alten und neuen) Fußballhits dürfen für Sie bei keiner WM-Feier fehlen? Ich freue mich auf Ihre Vorschläge.