Archiv für März 2010

“You are great!“

25. März 2010 von Ralf R. Strupat

Wollten Sie nicht immer schon hören, wie großartig und besonders Sie sind? Wenn Sie das Gefühl kennen, dass niemand Ihre Talente wahrnimmt oder zu schätzen weiß, dann schauen Sie sich das nachfolgende Video in Ruhe an. Zugegeben, das heutige Video ist etwas länger, aber ich kann Ihnen versichern, dass die Viertelstunde bestens investiert ist. Ich persönlich habe das Video bei meinem Blogger-Kollegen Michael Blanz entdeckt und war sofort begeistert.

Ihren Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

„Ein Kompliment ist für einen Menschen wie Benzin für einen Motor“, sagt die Wiener Psychologin und Psychotherapeutin Gerti Senger. Und jede Menge „Gratis-Benzin“ verteilt der Mann im Videoclip. Vom deprimierten Angestellten über die frustrierten Sicherheitskräfte bis zum Unternehmenschef bekommen alle Menschen in der Umgebung ernst gemeinte Komplimente. Sogar George W. Bush jun. und Saddam Hussein werden gelobt.

Plötzlich gibt es Frieden zwischen Israelis und Palästinensern und die Dental-Industrie boomt. Ist es denn wirklich so einfach? Nein, natürlich ist es nicht so einfach. Aber die Aussage des Videos fasziniert mich. Bis auf einen Menschen kann der Mann alle in seiner Umgebung direkt begeistern, nur eine Frau nicht. Sein ehrgeiziges Ziel ist es von dem Zeitpunkt des ersten Treffens an, diese eine Frau zum Lächeln zu bringen. Ob und wenn ja, wie der Parkhauswächter es schafft, dass Herz der Frau zu erobern und ihr ein Lächeln abzugewinnen, das müssen Sie schon selbst sehen.

Komplimente – eine unerschöpfliche Quelle?

Irgendwann weiß auch unser Held im Video nicht mehr weiter. Er kann keine Komplimente mehr verteilen, ist komplett ausgebrannt und hilflos. Da wird es Zeit, dass ihm jemand zur Seite springt. Und das ist auch im wahren Leben so! Niemand kann sein Leben lang Menschen begeistern und positiv anstecken. Manchmal braucht selbst der größte Geber von Begeisterung eigenes frisches Benzin, um den Motor am Laufen zu halten.

Was denken Sie über den Video-Clip? Gefällt er Ihnen oder halten Sie Ihn für absolut kitschig und übertrieben? Ich freue mich auf Ihre Antworten.

dm-Chef Werner: Ohne Kundenbindung zum Erfolg

23. März 2010 von Ralf R. Strupat

Im Interview mit dem Münchener Verlag Werben&Verkaufen spricht der Gründer der dm-Drogeriekette Götz Werner über seine Beweggründe, weshalb er auf klassische Werbung und Rabatte verzichtet und wie in seinem Haus die Mitarbeitermotivation gefördert wird.

Mitarbeiter-Motivation ohne finanzielle Anreize

„Ich muss Verhältnisse schaffen, die bewirken, dass sich die Mitarbeiter selbst motivieren“, erklärt Götz Werner, Gründer der dm-Drogeriekette im Interview. Wie dies möglich ist, zeigt der 66-Jährige in seinem Unternehmen. Ohne Boni und Prämien schafft es die Drogerie-Kette nach Aussage von Werner, die Mitarbeiter zu motivieren und aufgeschlossen gegenüber dem Kunden zu sein. Wenn eine Kundin in eine dm-Filiale komme, dann ist die Verkäuferin, die vor der Kundin stehe, in diesem Moment die „allerwichtigste Kraft, die wir haben“, so der Unternehmensgründer.

Mit weniger Standorten als beispielsweise der direkte Mitbewerber Schlecker sieht Götz Werner dem Wettbewerb recht gelassen entgegen. Auf die Frage der Redakteurin, wie es die Drogerie-Kette trotz der geringeren Standorte Kunden auch für Zahnpasta und Klopapier an sich zu binden, kommt vom Unternehmensgründer eine überraschende Antwort: „Wir streben gar keine Kundenbindung an. Die Frage lautet vielmehr: Wie schaffen wir es, dass sich die Kunden mit uns verbinden wollen?“

Durch eine größere Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit sollen die Kunden dazu bewogen werden, weitere Wege auf sich zu nehmen, um in einem dm-Markt einzukaufen und nicht den Discounter an der nächsten Ecke zu wählen.  „Es gibt nichts, was man nicht besser machen kann… Selbstzufriedenheit ist gefährlich“, mahnt Götz Werner. Hier sei allerdings darauf zu achten, dass die Abgrenzung zwischen Authentizität und PR-Floskeln stets gewahrt bleibt.

Warum die „Lernlinge“ bei dm einen Theaterworkshop besuchen und dm schon vor über 20 Jahren Bio-Produkte einführte, lesen Sie im vollständigen Interview mit Götz Werner.

Zehn begeisterte Teilnehmer beim Adler-Seminar

19. März 2010 von Ralf R. Strupat

Nicht umsonst wird er als König der Lüfte bezeichnet. Majestätisch hebt der Adler vom Arm des Falkners ab und schwingt mit großer Anmut über die Versmolder Felder. Haben Sie schon einmal einen Adler von Ihrem Arm starten lassen? Beim gemeinsamen Adler-Seminar der beiden Experten Ardeschyr Hagmaier und Ralf R. Strupat hatten die begeisterten Teilnehmer dazu am 16. März 2010 die Möglichkeit.

Ralf R. Strupat (li.) und Ardeschyr Hagmaier

Ralf R. Strupat (li.) und Ardeschyr Hagmaier

Durch Adler-Seminar eigene Grenzen überwinden

„Ich musste schon eine Hemmschwelle, ja sogar eine Grenze überwinden, bevor der Falkner mir den Adler auf den Arm setzen konnte“, berichtet eine der zehn Teilnehmerinnen unseres gemeinsamen Adler-Seminars mit Deutschlands Problemlösungsexperten Nummer 1, Ardeschyr Hagmaier. Doch die Erlebnisse, die danach folgten, waren für die Teilnehmerin einfach beeindruckend.

„Ganz besonders haben mich der große Schnabel und die wahnsinnigen Augen beeindruckt. Wer so einen Schnabel aus nächster Nähe gesehen hat, weiß, wie gefährlich diese Tiere in Wirklichkeit sind.“ Und aus diesem Grund erfuhren die zehn Teilnehmer unseres Adler-Seminars im Begeisterungsland in Versmold aus erster Hand Interessantes über das Leben und Verhalten der majestätischen Greifvögel. Nicht von ungefähr gehört der Adler dieser Vogelgattung an. „Selbst durch den Lederschutz spürten wir die Kraft der Krallen auf unseren Armen“, erzählt die Teilnehmerin weiter.

Doch nicht nur ihre eigenen Grenzen mussten die Teilnehmer unseres Seminars lernen zu überwinden. „Es ging auch ganz viel um Vertrauen“, verrät die Teilnehmerin. Neben dem Vertrauen in die eigene Person mussten die Teilnehmer auch zu den drei Adlern ein besonderes Verhältnis aufbauen. Falkner Pierre Schmidt erklärte, dass der Adler immer nur dahin auch zurückkehre, wo er sich wohlfühlt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Adler-Seminars

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Adler-Seminars von Ralf R. Strupat (li.) und Ardeschyr Hagmaier (Mitte)

Durch Adler praktische Beispiele für die eigene Zielstrategie

Mithilfe dieses unvergesslichen Adler-Rundflugs fiel es Ardeschyr Hagmaier und Ralf R. Strupat nicht schwer, den zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Adler-Strategie näher zu bringen. Durch den Vergleich zum König der Lüfte erklärte Hagmaier, wie Sie Ihre eigenen Grenzen erweitern, überwinden und Ihren Blickwinkel wechseln und sich auf neue Ziele konzentrieren können – sowohl privat als auch beruflich.

„Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung und die Zeit mit dem Adler hat mich beeindruckt“, resümiert die Teilnehmerin. Hatten Sie bereits die Gelegenheit, dass sich ein Adler von Ihrem Arm aus in die Lüfte erhob? Was begeistert Sie an diesen Tieren ganz besonders? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Mails.

Mit der richtigen Motivation zum Frühjahrsputz

18. März 2010 von Ralf R. Strupat

Haben Sie in den letzten Tagen vor der Haustür etwas bemerkt? Es wird endlich wärmer. Die Sonne hat inzwischen so viel Kraft, dass sie bereits im Laufe eines Tages den ostwestfälischen Schnee zum Schmelzen bringen kann. Und gleichzeitig offenbaren die ersten schönen Sonnenstrahlen in der eigenen Wohnung auch mehrere unschöne Stellen, dazu gehören bestimmt auch bei Ihnen die Fenster. Heute möchte ich Ihnen ein paar Tipps und Tricks für den Frühjahrsputz geben, mit denen Sie die lästige Aufgabe mit Motivation und Schwung angehen können.

Machen Sie sich einen Plan für Ihren Frühjahrsputz

Um ein Vorgehen konstruktiv und effektiv voranzutreiben, ist ein Plan immer die beste Lösung, so auch beim Frühjahrsputz. Überlegen Sie sich vor dem Putzen, was Sie alles aufräumen und säubern möchten und gucken Sie, ob Sie alle dafür benötigten Reinigungsmittel und Putzutensilien haben. Vor dem befreienden Frühjahrsputz sollten Sie Ihre Wohnung komplett aufräumen und hierbei lohnt sich ein genaueres Hinsehen.

Benötigen Sie noch alle Dinge, die in Ihrer Wohnung herumstehen oder gibt es mehrere Staubfänger? Befreien Sie sich von allem unnötigen Krempel und schaffen Sie Platz für Neues. Damit der Frühjahrsputz Ihnen gut von der Hand geht, ist lockere Kleidung, in der Sie sich gut bewegen können und festes Schuhwerk am praktischsten.

Mit der Lieblingsmusik den Frühjahrsputz angehen

Ihnen fehlt jetzt immer noch der nötige Schwung und die Aussicht auf eine, mit der Sonne um die Wette strahlenden, Wohnung motiviert Sie auch weiterhin nicht vollends? Suchen Sie sich Ihre stimmungsvollste Lieblingsmusik aus. Drehen Sie die Lautstärke voll auf (jedenfalls so laut, dass sich die Nachbarn nicht beschweren) oder schnappen Sie sich Ihre Kopfhörer und iPod. Egal, ob Sie beim Fensterputzen oder Wischen sind, mit den Lieblingssongs geht alles mindestens doppelt so leicht von der Hand. Und wenn Sie mit mehreren Leuten in einem Haus wohnen, dann starten Sie doch eine große Gemeinschaftsaktion zum Frühjahrsputz.

Haben Sie weitere Tipps und Tricks, wie Sie persönlich den Frühjahrsputz mit Schwung erledigen? Worauf freuen Sie sich beim anstehenden Frühling am meisten? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Tipps und Meinungen zum Frühjahrsputz.

Interview: Rückblick auf die “fünfte Jahreszeit”

15. März 2010 von Ralf R. Strupat

Erst einen Monat liegt die „fünfte Jahreszeit“ zurück. Wie eine alte Fußballweisheit aber besagt, ist bekanntlich nach dem Spiel bereits wieder vor dem nächsten Spiel. Von seiner Begeisterung für Karneval erzählt uns heute Simon, der als gebürtiger Rheinländer den Karneval praktisch im Blut hat. Nach seinem Journalismus-Studium im karnevalsfreien Bielefeld hat es den 23-Jährigen in den hohen Norden nach Hamburg verschlagen, wo er in einer Direktmarketing-Agentur arbeitet. Auch wenn den Hamburgern nachgesagt wird, dass sie verschlossen und wortkarg seien, kann Simon nur das Gegenteil bestätigen.

Hallo Simon, feiern Sie regelmäßig Karneval und wenn ja, wo?

Als Kind war Karneval immer total klasse. Feiern, verkleiden und Kamelle fangen – das alles haben wir am liebsten natürlich im schönen Rheinland, Düsseldorf ausgeschlossen, gemacht. Heute bin ich nicht mehr so der “Karnevalsjeck”.

Was begeistert bzw. begeisterte Sie am Karneval am meisten?

Mich begeisterte immer besonders dieses Gefühl des gemeinsamen Erlebens. Dieses Gemeinschaftsgefühl lässt sich wohl am besten mit der Stimmung bei der WM 2006 in Deutschland vergleichen. Egal wer du bist oder wo du herkommst, wir feiern zusammen!

Was war Ihr spannendstes Karnevals-Erlebnis?

Mir hat vor allem das Sortieren der gefangenen Süßigkeiten Spaß gemacht. Meine Schwester und ich haben die Süßigkeiten im ganzen Wohnzimmer ausgebreitet und sortiert. Das sah dann immer aus, wie im Supermarkt.

Was glauben Sie, warum begeistern sich so viele Menschen für den Karneval?

Ich denke, dass es einfach dieses Gefühl von Spaß und Zugehörigkeit ist. Ich habe bisher keine andere Region erlebt, die sich so mit ihrer Umwelt identifiziert und ihre Heimat so vergöttert wie das Rheinland.

Vielen Dank Simon für Ihre Antworten. Wie sieht es bei Ihnen aus, liebe Leser? Sind Sie ein „Karnevalsjeck“ und leben vom 11. November bis zum Faschingsdienstag in der fünften Jahreszeit? Oder können Sie mit dem närrischen Treiben so rein gar nichts anfangen? Schreiben Sie mir Ihre schönsten Karnevalsgeschichten. Ich freue mich auf Ihre Mail.

Social Media Marketing ist eines der spannendsten Themen im Marketing. Immer mehr Unternehmen nutzen Social Media Plattformen wie Facebook, Xing und Twitter, um über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Seit Februar haben auch wir eine Fan-Page bei Facebook. Welche strategischen Vorteile zur Kundenbindung die Nutzung von sozialen Netzwerken bietet, möchte ich Ihnen heute kurz vorstellen.

Social Media Marketing ist derzeit in aller Munde

Anders als beim traditionellen Marketing erreichen Unternehmen, die im Social Media Marketing aktiv sind, nicht so viele Leser oder Zuschauer, wie bei den klassischen Medien TV und Print. Der Vorteil beim Social Media Marketing ist der Kunde selbst. Durch seine Aktivität sucht dieser sich Inhalte konkret aus, beschäftigt sich mit ihnen und lässt sich nicht nur berieseln. Dadurch ist der User motivierter und interessierter bei der Sache.

Mit dem Medium Internet besteht erstmals die Möglichkeit zur direkten Kommunikation zwischen Unternehmen und User. Auf Artikel in Weblogs, News auf Facebook und Twitter seitens des Unternehmens können die User mit Kommentaren oder Retweets direkt reagieren. Eine schnellere Möglichkeit über ein Medium miteinander in Kontakt zu kommen, gibt es nicht. Dadurch umgehen Sie auch traditionelle Gatekeeper wie Journalisten und kommen direkt an die Zielgruppe heran.

Sind Sie mit einem Produkt oder einer Dienstleistung schon einmal so zufrieden gewesen, dass Sie es gleich weiterempfohlen haben? Im Internet geschieht dieses Weitersagen u.a. durch Hinweise im eigenen Weblog oder durch Retweets auf Twitter. Auch der Austausch in Foren gehört dazu. Schon heute vertrauen viele User vor dem Kauf von Produkten auf die Rezensionen im Internet. Ein gutes Beispiel dafür ist das amerikanische Online-Auktionshaus Amazon.

Social Media Marketing und automatische Suchmaschinenoptimierung

Social Media Marketing hat für das Auffinden Ihres Unternehmens in Suchmaschinen noch einen weiteren Vorteil. Durch das Weitersagen und das oftmals damit verbundene Verlinken, steigt die Anzahl der Backlinks und damit die Gewichtung für Google, Yahoo und Co. Durch gezieltes Cross-Marketing und den damit verbundenen Einsatz von Weblogs, die Verlinkungen dessen mit Twitter und Facebook und das Einbauen von Youtube-Videos erhöht die Sichtbarkeit im Web 2.0 deutlich.

Haben Sie schon eine Fan-Page für Ihr Unternehmen, twittern Sie schon die neuesten Nachrichten? Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen im Bereich Social Media Marketing und freue mich auf Ihre Beiträge.

Wenn Schauspieler die Oscar-Rede im Badezimmer üben

10. März 2010 von Ralf R. Strupat

Am 7. März 2010 blickte die ganze Welt nach Los Angeles, wo im Kodak Theatre zum 82. Mal die Academy Awards verliehen wurden. Die in Deutschland vielmehr unter dem Titel „Oscars“ bekannten Awards waren das Top-Thema in der vergangenen Woche. Und ein paar Überraschungen gab es während der über dreistündigen Veranstaltungen – sehr zur Freude der Zuschauer – auch.

Schon mit acht Jahren die Rede geübt

Über die Gewinner und Verlierer der Oscar-Nacht muss ich hier gar nicht mehr viel schreiben. Christoph Waltz hat für seine Rolle in Quentin Tarantinos Meisterwerk „Inglourious Basterds“ den Oscar für die besten Nebenrolle bekommen, der Beitrag mit deutscher Beteiligung „Das weiße Band“ ging komplett leer aus und James Camerons 3D-Abenteuer „Avatar“ bekam deutlich weniger Awards als viele vermutet hatten. Soweit die wichtigsten Informationen zu den Filmen. Mich interessieren aber viel mehr die Menschen hinter den Filmen und ihre Dankesreden vor einem Millionenpublikum.

Wem würden Sie vor Millionen von Menschen danken, wenn Sie die Chance dazu bekämen? Ihren Eltern, Geschwistern, Lebensgefährten oder guten Freunden? Nicht nur die Frage, wem ich danke, finde ich außerordentlich spannend, sondern auch die Frage wie danke ich und was sage ich. Kate Winslet überraschte bei ihrer Dankesrede zur Auszeichnung 2009 mit dem Satz: „Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich diese Rede schon tausend Mal gehalten habe“, erklärte die Schauspielerin, die für ihre Rolle in „Der Vorleser“ 2009 ausgezeichnet wurde. „Ich war etwa acht Jahre alt und starrte in den Badezimmerspiegel, in der Hand eine Shampooflasche statt der Statue hier.“ Was für ein Gefühl muss es für Schauspieler sein, wenn sie sich teilweise bereits seit ihrer Kindheit auf diesen Moment vorbereitet haben?

Ist die Oscar-Dankesrede das Höchste der Gefühle?

In diesem Jahr mussten sich die Gewinner ganz besonders kurz fassen. Wie die Filmakademie ein paar Tage vor der Verleihung bekannt gab, wurde die Redezeit für die Preisträger auf 45 Sekunden reduziert. In einem Beitrag der FAZ erfahren Sie mehr über die bewegendsten und spektakulärsten Dankesreden der letzten Jahrzehnte.

Hama nicht!

8. März 2010 von Ralf R. Strupat

Wie sieht Ihrer Meinung nach ein optimales Verkaufsgespräch aus? Der Kunde wird im richtigen Moment vom Personal angesprochen, der Verkäufer bzw. die Verkäuferin ist nicht zu aufdringlich und bietet Ihnen einen echten Mehrwert? Das sehen die beiden bekannten Comedians Michael „Bully“ Herbig und Rick Kavanian (Bullyparade, Der Schuh des Manitu) etwas anders. „Hama nicht!“, schmettern die beiden in herrlichstem bayrischen Dialekt und zeigen einmal mehr auf höchst unterhaltsame Art, wie Kundenzufriedenheit vermutlich nicht hergestellt werden kann.

Am heutigen Dienstag sind es noch genau 100 Tage bis zum Anpfiff der Fußball-WM im Soccer City Stadium in Johannesburg. Mit immer größer werdender Vorfreude schaut die Fußballwelt nach Südafrika. In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen jemanden vorstellen, der das wundervolle Land jeden Tag neu entdeckt und sich vor 18 Jahren entschieden hat, mit seiner Familie in Südafrika zu leben. Michael Frauen ist 51 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchter in der Nähe von Johannesburg. Dort betreibt er die Website www.pearlsofafrica.de.

Michael, wie lange leben Sie bereits in Südafrika?

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Das erste Mal kam ich 1985 nach Johannesburg für ein großes Unternehmen mit weltweiten Filialen. Von 1989 bis 1992 war ich dann in Hong Kong, Japan und den USA unterwegs, aber es zog mich dann wieder nach Südafrika. Muss wohl daran liegen, dass mich der Virus “Africanus Bactus” gebissen hatte. Inzwischen lebe ich seit 22 Jahren in Südafrika.

Was war Ihre Motivation nach Südafrika zu ziehen?

Bei meinem ersten Aufenthalt war es der Job. Bei meinem zweiten Aufenthalt war der Job die Chance in meine Wahlheimat Südafrika zurückzukehren.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Ihren vorherigen Wohnorten und Südafrika?

Ich habe wie gesagt in Deutschland, Asien und den USA gelebt. Der Unterschied ist einfach die Herzlichkeit der Menschen, das Klima, der viele Sonnenschein begeistert einfach das Gemüt und dann ist da noch diese unglaubliche Weite des Landes.

In Ihrer Bildergalerie erkennt der Besucher schnell, dass Sie sehr gerne fotografieren. Was war das bisher spannendste Erlebnis, dass Sie beim Fotografieren hatten?

Mein spannendstes Erlebnis bei der Fotografie war, als ich hautnah ein Shooting von Elefanten machen konnte. Meine Begeisterung für Elefanten ist sehr groß, da diese Tiere ein ganz starkes Einfühlungsvermögen haben. Ich konnte unter einem Elefanten stehen und direkt sein Gebiss fotografieren. Das ist schon cool und dabei dann auch eine ruhige Hand für die Kamera zu behalten, ist schon ein beeindruckendes Gefühl.

Viele Menschen schwärmen von Südafrika. Was macht, Ihrer Meinung nach, die Begeisterung für Südafrika aus?

Südafrika ist einfach cool, die Freundlichkeit der Menschen, die Akzeptanz der verschiedenen Kulturen, die Landschaften, Tiere und die weiten Strände am Meer. Sie haben auf der einen Seite die großen Metropolen wie Johannesburg, Kapstadt und Durban und auf der anderen Seite wieder die einsamen endlosen Straßen der Karoo. Die vielfältigen Kontraste des Landes machen es einfach spannend. Es gibt für jeden etwas. Meine Erfahrung ist, dass die meisten Besucher bei ihrer Abreise mit voller Begeisterung schon im Kopf ihre nächste Reise nach Südafrika planen.

Was versprechen Sie sich von der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Südafrika? Wird es eine ähnliche Begeisterungswelle geben, wie bei der WM 2006 in Deutschland?

Das ist eine gute Frage. Ich hoffe sehr, dass Südafrika mehr im positiven Rampenlicht steht. Fußball ist einer der Nationalsportarten der Südafrikaner und an Begeisterung sollte es da nicht fehlen, dass hat ja der Confederations Cup im letzten Jahr bereits gezeigt. Viele Südafrikaner haben sich ihr Ticket für die WM schon gesichert. Ich denke es, wird schon eine ähnliche Begeisterung wie bei der WM 2006 in Deutschland auslösen, aber eben afrikanisch. Wichtig ist für mich, dass wir der Welt ein gutes Image zeigen und die Jahre danach sind wichtig für die Tourismusindustrie und die damit verbundenen Arbeitsplätze.

Vielen Dank Michael für Ihre Antworten.